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Gitarren-Blog

Gitarren-Blog: Testberichte zu Gitarren-Equipment, Interviews, Storys, Tipps u.v.m.

Filtering by Category: Saiten

Martin Clapton's Choice Strings

Mihai Curteanu

Diese Saiten sind ein Paradebeispiel dafür, wie unterschiedlich die Klangwahrnehmung verschiedener Gitarristen sein kann. Die Meinungen dazu variieren von „Super Saiten, besser geht es kaum!“ bis „Die taugen nichts, kauf dir doch lieber Elixir!“. Liegt die Wahrheit vielleicht irgendwo dazwischen? Auch nicht unbedingt, denn beide Extreme sind berechtigt.

Wenn man auf beschichtete Saiten steht, dann wird man von den Martin Clapton's Choice wahrscheinlich nicht begeistert sein. Ansonsten darf man getrost eine Empfehlung aussprechen: diejenigen, die unbeschichtete Phosphor-Bronze-Akustikgitarrensaiten bevorzugen, sollten diese Saiten testen. Sie sind in den meisten Fällen einen Versuch wert.

Was man hier nicht vergessen darf: die Martin Clapton's Choice sind kein moderner Marketing-Gimmick, und der weltberühmte Name des Künstlers steht nicht zufällig auf der Verpackung. Diese Saiten wurden von Eric Clapton über seine ganze Karriere hinweg tatsächlich auch benutzt. Es ist also kein Wunder, dass sie zu Erics bevorzugten Martin-Gitarren so gut passen.

Meinem Empfinden nach besitzen diese Saiten einen recht hellen Klang und ein relativ strammes Spielgefühl. Zieht man sie auf eine warm klingende Gitarre auf, so hat man meistens eine starke Kombination: der Bass und die tonale Basis kommen aus dem Instrument und werden durch die Martin-Saiten um klare, obertonreiche Höhen und ausgeprägte, Phosphor-Bronze-typische Mitten ergänzt. Neben der auffälligen Brillanz ist eine beachtliche Dynamik ebenfalls vorhanden. Ich habe selbst seit Jahren keine besseren Saiten für meine Martin Dreadnought finden können. Nicht immer gut funktionieren diese Saiten im Zusammenhang mit sehr hell klingenden Gitarren. Auf meiner Taylor Grand Symphony mit Ahorn-Korpus finde ich z.B. die Clapton's Choice klanglich doch etwas zu „dünn” und metallisch.

Wenn man Western-Gitarrensaiten sucht, die einem Instrument mehr Bässe und Wärme verleihen sollen, dann wird man bei den Martin Eric Clapton Signature höchstwahrscheinlich nicht fündig. Besitzt man hingegen eine Gitarre mit soliden Bässen und ausgewogenem, warmem Sound, so können diese Saiten genau den gewünschten „Glanz” liefern. Die Haltbarkeit ist zwar nicht spektakulär, aber schon in Ordnung, vor allem wenn man den relativ niedrigen Preis in Betracht zieht.

Darco Electric Guitar Strings

Mihai Curteanu

Wenn es um Gitarrensaiten geht, haben die Amerikaner einen guten Spruch: „Buy them cheap and change them often”. Aber was nutzt mir ein billiger Saitensatz, der nicht gut klingt oder mit dem ich mich nicht wohl fühle? Oder gibt es tatsächlich so etwas wie eine „Gut & Günstig“-Marke für Gitarrensaiten?

Lange Zeit habe ich diese Frage für mich mit Nein beantwortet. Da zur Zeit mein Saitenverbrauch durch die ganzen Testberichte ein wenig aus dem Ruder läuft, habe ich vor kurzem ein paar Sätze Darco E-Gitarrensaiten bestellt. Meine Hoffnung war, dass sie zumindest vernünftig genug sind, um damit die getesteten Gitarren zu besaiten, oder diejenigen, die ich nicht so oft spiele. Dass meine Erwartungen deutlich übertroffen werden, damit habe ich nicht gerechnet.

Eigentlich sollte das keine Überraschung sein, denn die Darco-Saiten werden von Martin & Co hergestellt, und es dürfte inzwischen jedem Gitarristen bekannt sein, dass Martin u.a. für sehr gute Akustikgitarrensaiten steht. Im E-Gitarrenland hört man allerdings kaum etwas von Martin, und bei ihrem unglaublich günstigen Preis will man einfach nicht glauben, dass die Darco-Saiten mit den „großen Jungs“ mithalten können. Doch genau das tun sie.

Ich werde euch nicht erzählen, die Darcos seien besser als Ernie Ball, D’Addario oder GHS - das wäre gelogen. Die Darco-Saiten kosten aber etwa die Hälfte und sind fast genau so gut. Sie haben sicherlich nicht diesen Aha-Effekt, den die frisch aufgezogenen Slinkys haben. Sie sind auch nicht so haltbar wie die GHS Boomers oder klanglich ausgewogen wie die D’Addario XL. Aber sie lassen sich sehr gut spielen, sind relativ langlebig und erzeugen einen brillanten, jedoch angenehmen Sound. Besonders gerne mag ich die griffigen Diskantsaiten, die das Bending wunderbar unterstützen. Alles in allem sind die Darcos m.E. eine exzellente Wahl für Blues und Classic Rock.

Nur weil ich mit diesen Saiten sehr zufrieden bin, heißt das natürlich noch lange nicht, dass sie jedem gefallen werden. Die Basssaiten sind z.B. ein wenig „lose“ und klingen nicht artikuliert genug für modernen Heavy Rock oder Metal. Wer ein möglichst geschmeidiges Spielgefühl sucht, wird bei den Darcos wahrscheinlich auch nicht fündig. Ansonsten ist bei diesem Preis-Leistungsverhältnis das Antesten definitiv empfehlenswert.

Elixir Nanoweb Bronze

Mihai Curteanu

Über die Jahre habe ich die Elixir-Saiten anderen Gitarristen und meinen Gitarrenschülern immer wieder empfohlen. Und ich werde das weiterhin gerne tun, auch wenn ich es nicht leicht habe, die Frage zu beantworten: „Wenn die Elixir so gut sind, warum benutzt du sie selbst nicht?”. Meine Vorliebe bezüglich Gitarrensaiten ist allerdings nicht das Wichtigste hier, also kommen wir erst später zu dieser Frage zurück. Für dieses Review habe ich mir nämlich etwas anderes überlegt. Anstatt meine Eindrücke hier niederzuschreiben, werde ich direkt die Plus- und Minuspunkte auflisten, bzw. die Gründe erklären, warum man die Westerngitarrensaiten von Elixir bevorzugen könnte oder eben nicht.

Was spricht für die Nanowebs?

Ohne überhaupt irgendwelche Kriterien zu erwähnen sei es von vorne herein schon mal gesagt: wenn man den Klang und das Spielgefühl dieser (oder irgendwelcher anderen) Saiten gut findet, dann ist eben alles gut. Man braucht sich keine weiteren Gedanken darüber zu machen, was ich oder jemand anderes sagt oder schreibt. Vertraut also euren Ohren und Fingern!

  • Der größte Pluspunkt bei allen Elixir-Saiten ist wahrscheinlich ihre Haltbarkeit. Die Nanoweb-Beschichtung schützt das Metall vor Korrosion und Luftfeuchtigkeit und lässt die Saite ggf. bis zu mehreren Monaten oder sogar länger wie am ersten Tag klingen. Es gibt zwar mittlerweile Coated Strings auf dem Markt wie Sand am Meer, aber kein anderer Hersteller kommt in puncto Haltbarkeit an die Elixir wirklich heran. Diese Saiten werden nicht umsonst von unzähligen Profis bevorzugt.
  • Besonders für Gitarristen mit starkem Handschweiß sind die Nanowebs also eine sehr gute Lösung, vielleicht sogar die beste. Wenn ihr bei normalen Saiten schon nach wenigen Tagen Spielzeit Roststellen beobachten könnt, dann ist es nur vernünftig beschichtete Saiten auszuprobieren.
  • Auch Hobbygitarristen, die eher selten zum Spielen kommen, dürften von der Kunststoffbeschichtung der Elixir profitieren. Normale unbeschichtete Saiten sind empfindlich gegenüber Luftfeuchtigkeit und werden oft innerhalb weniger Monate fast von alleine „alt”, d.h. sie verlieren langsam die Brillanz und fühlen sich „rauer” an. Dieses Problem hat man mit Elixir nicht.
  • Durch die Plastikbeschichtung fühlen sich diese Saiten sowohl beim Akkord- als auch Solo-Spiel sehr geschmeidig an. Auch Saitengeräusche gibt es deutlich weniger als bei unbeschichteten Saiten.

Der Sound der Elixir Nanoweb Bronze ist sehr ausgewogen, mit gesunder Brillanz, kräftigen Bässen und eher milden Höhen. Viele Gitarristen berichten, sie klängen wie bereits eingespielte unbeschichtete Saiten – das sehe ich übrigens ähnlich. Dadurch eignen sich die Elixir-Saiten besonders für hell klingende Instrumente (Taylor-Gitarren werden z.B. ab Werk immer mit Elixir-Saiten bespannt).

Gibt es Gründe, die Elixir nicht zu mögen?

Natürlich. Sie sind definitiv nicht das letzte Wort in Sachen Westerngitarrensaiten. Nicht für alle Spieler zumindest. So gut wie die Beschichtung als Korrosionschutz funktioniert, so wenig kann sie einem starken Anschlag mit dickem Plektrum standhalten. Für Gitarristen, die eine solche Spielweise praktizieren, lohnt sich die Investition eher weniger. Die Beschichtung blättert nämlich nach kurzer Zeit ab, und an diesen Stellen werden die Elixir von Luftfeuchtigkeit und Handschweiß angegriffen. In einem solchen Fall halten sie nicht viel länger als unbeschichtete Saiten.

  • Das extra geschmeidige Spielgefühl kann für manche Gitarristen zu viel des Guten sein, denn je nach Hauttyp und Handschweiß können die Elixir zu rutschig werden.
  • Wer einen möglichst detailreichen Akustikgitarren-Sound mit starkem „Click“ und vielen Obertönen mag, dürfte andere Saiten (meistens unbeschichtete) den Elixir vorziehen. Auch bei sehr warm klingenden Instrumenten liefert Elixir nicht immer das beste Ergebnis. Es nutzt ja niemandem etwas, dass die Saiten ein halbes Jahr halten, wenn sie die gewünschte Brillanz von Anfang an nicht liefern. Dieser Aspekt ist natürlich vom jeweiligen Instrument und der eigenen Spielweise abhängig. Mit welchen Saiten sich die beste Kombination ergibt, muss jeder selbst ausprobieren und entscheiden.
  • Ob der Preis ein Plus- oder Minuspunkt ist, ist ebenfalls von Fall zu Fall unterschiedlich. Bei vielen Gitarristen halten die Elixir tatsächlich lang genug, um ihren recht hohen Preis zu rechtfertigen. Wenn man jedoch sehr viel spielt und/oder die Saiten hart anschlägt, dann relativiert sich die Haltbarkeit und das Preis-Leistungsverhältnis, sodass die teuren Elixir sich ggf. nicht mehr lohnen.

Obwohl ich persönlich die Elixir wirklich mag, benutze ich sie aus Kostengründen nicht. Bei mehreren Stunden täglicher Spielzeit klingen die Elixir für meinen Geschmack nach zwei, spätestens drei Monaten einfach zu „dumpf”. In dieser Zeit würde ich statt eines Elixir-Satzes zwei unbeschichtete Sets benötigen, die insgesamt immer noch günstiger sind.

E-Gitarren-Saiten: beschichtet oder nicht?

Mihai Curteanu

Im Prinzip kann man die Eigenschaften beschichteter Western-Gitarrensaiten auf E-Gitarrensaiten übertragen. Vor allem, was die Haltbarkeit betrifft, gilt auch hier: wer normale Gitarrensaiten innerhalb weniger Tage „dumpf“ oder schwarz spielt, sollte sich über beschichtete Saiten Gedanken machen. Ansonsten für das gleiche Geld mehrere Sätze kaufen und öfter wechseln.

Es gibt allerdings ein paar besondere E-Gitarren-typische Aspekte, die man bei der Nutzung von beschichteten Saiten in Kauf nehmen muss: Erdungsgeräusche (ground noise) und elektrostatische Geräusche (static noise). Beide Arten von Störgeräuschen werden von einer Kunststoff-Beschichtung nämlich begünstigt.

Erdungsgeräusche

Wer kennt das nicht: man spielt mit Verzerrung und das Hintergrundrauschen des Amps wird plötzlich lauter, wenn man die Hand von den Saiten weg nimmt. Man berührt wieder die Saiten, oder die Bridge, oder einen Poti, und das Rauschen wird wieder leiser. Das ist tatsächlich normal, denn all diese Gitarrenteile, inklusive der Saiten, werden geerdet, und durch das Berühren wird der Mensch selber zu einem Teil der Erdung. Das „verbessert“ die ganze Schaltung und reduziert den Geräuschpegel im Signal. Verwendet man beschichtete Saiten, so wird dadurch die Erdung zwischen Saiten und Greifhand unterbrochen. Wenn die Spielhand ständig auf der Bridge aufliegt, dann ist das kein Problem, ansonsten muss man ggf. mit etwas mehr Brummen vom Amp rechnen. Das ist zumindest die Theorie. In der Praxis wird man davon nicht unbedingt etwas merken, wenn man überwiegend Clean oder nicht sehr laut bzw. verzerrt spielt. Ein Noise Gate oder ein Noise Reduction Effekt würden das Problem auch locker beheben. Wenn man allerdings kein solches Gerät im Einsatz hat und gerne mit viel Distortion spielt, dann sind beschichtete Saiten möglicherweise nicht die beste Wahl. Dennoch ist das Rauschen in erster Linie vom jeweiligen Equipment abhängig (innere Gitarrenerdung und -abschirmung, Amp, Effektgeräte, Stromversorgung, Kabel usw.).

Elektrostatische Geräusche

Diese gelegentlichen Geräusche entstehen durch die Reibung auf der Kunststoffoberfläche beschichteter Saiten, die mit dem normalen Gitarrenspiel verbunden ist. So wird die Greifhand ab und zu elektrostatisch geladen und verursacht beim Berühren der Saiten leichte „Click & Pop“-Geräusche. Sowas erleben oft auch Gitarristen, die beim Spielen ständig ein Plastikschlagbrett mit der Spielhand „streicheln”.

Es kann natürlich gut sein, dass diese ganze Diskussion für viele nur falscher Alarm ist. Man kann mit Coated Strings letztendlich auch sehr gut leben und ihre Haltbarkeitsvorteile genießen. Es bleibt aber eine Tatsache, dass diese aus rein technischer Sicht mit der traditionellen E-Gitarrenschaltung nicht wirklich harmonieren, denn die Saiten sollten schon immer u.a. der Erdung bzw. Rauschunterdrückung dienen. Das ist mit beschichteten Saiten nur über Umwege möglich.

Western-Gitarrensaiten: beschichtet oder nicht?

Mihai Curteanu

Warum eigentlich nicht? Beschichtete Saiten sind zwar deutlich teurer als die normalen, aber versprechen eine um ein Vielfaches längere Spielzeit, das müsste sich doch lohnen... Was sind also überhaupt die Nachteile von „coated strings“, und wie glaubhaft ist ihr Versprechen?

Früher hatte sich unter Gitarristen die Meinung herumgesprochen, beschichtete Saiten klängen eher „dumpf“ und gerade die Beschichtung mache den Ton kaputt. Das sind typische Gitarristengerüchte, die nicht immer der Wahrheit entsprechen, aber etwas war tatsächlich dran, denn die Beschichtungstechnologie lieferte nicht von Anfang an die besten Ergebnisse. In den letzten Jahren kann man allerdings fast nicht mehr von Klangunterschieden zwischen coated und non-coated Gitarrensaiten sprechen. Die meisten Hersteller haben das Produktionsverfahren soweit vorangebracht, dass man die Beschichtung gar nicht mehr sieht, kaum noch hört und oft überhaupt nicht mehr spürt.

Soweit, so gut: beschichtete Saiten halten i.d.R. schon länger als normale Saiten, aber die versprochene drei bis fünf Mal längere Lebensdauer konnte ich bisher bei keinem Satz feststellen. Außerdem löst sich bei hartem Anschlag unter Umständen die dünne Kunststoffschicht von den Saiten ab, und dann sind die Saiten genauso anfällig wie normale Sätze. Und als wäre das nicht problematisch genug, sind einige solche Produkte mittlerweile „besser” geworden, indem ihre Beschichtung noch dünner aufgetragen wird. So klingen und fühlen sie sich zwar sehr natürlich an, sind aber oft auch nicht wirklich langlebiger als unbeschichtete Saiten.

Dennoch kann man beschichtete Saiten allein wegen ihres Spielgefühls bevorzugen. Die Elixir Nanoweb gehören zu den langlebigsten und populärsten Akustikgitarrensaiten überhaupt. Sie fühlen sich sehr geschmeidig an, aber auch ungewohnt rutschig: man liebt sie oder man hasst sie eben. Dagegen sind z.B. D’Addario EXP beim Spielen von normalen Saiten kaum zu unterscheiden – sie sind geschmeidig, aber auch griffig genug. Ihre Haltbarkeit könnte allerdings zum Minuspunkt werden, denn ich habe unbeschichtete Saiten getestet, die länger frisch klingen als die EXP. Das ist natürlich von der jeweiligen Spielweise und „Hautchemie“ abhängig. Auch können die D’Addarios sowie andere beschichtete Western-Gitarrensaiten beim Fingerpicking quietschende Geräusche verursachen. Hier muss also jeder seine Erfahrung machen.