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Gitarren-Blog

Gitarren-Blog: Testberichte zu Gitarren-Equipment, Interviews, Storys, Tipps u.v.m.

Filtering by Category: Interviews

Guitar Talk mit Uwe Sicks

Mihai Curteanu

Uwe, du bist in der Gitarrenbranche ziemlich vielseitig unterwegs. Bitte erzähle uns etwas über deine Jobs.

Uwe: Mein Hauptjob ist bei Hughes & Kettner, wo ich mich mit der anderen Seite der Gitarre beschäftige: Verstärkern. Früher war ich allerdings lange Zeit auch im Musikalienfachhandel tätig, und zwar 90% der Zeit in der Werkstatt. Alles, was an Gitarren repariert werden musste, habe ich also durch pure Notwendigkeit im Laufe der Jahre gelernt. Da ich von Beruf eh Handwerker bin, hat es mir natürlich auch Spaß gemacht, und zwar je „kniffeliger” etwas ist, umso lieber mache ich es. Seit einigen Jahren betreibe ich u.a. auch meine eigene Gitarrenwerkstatt und bin Rezensent bei GrandGuitars.

Uwe Sicks - Gitarrist und Gitarrentechniker aus St. Wendel

Ich hätte mal eine ganz unverschämte Frage: kann man heutzutage als Gitarrentechniker noch Geld verdienen?

Uwe: Ja, kann man, absolut. Es gibt nämlich zwei Kundensparten: die Berufsmusiker vom Gitarrenlehrer über Tourbegleiter bis Solokünstler oder Studio-Gitarristen, und dann gibt es die Gruppe der Hobby-Musiker, die ihre Instrumente teilweise „vergöttern”. Solche Leute haben so viel Freude an ihrem Hobby, dass sie oft bereit sind, viel Geld in ihre Instrumente zu investieren. Es gibt hier natürlich auch Gitarristen, die viel spielen und proben und immer auf der Suche nach weiteren Soundverbesserungen sind. Verschleißbedingt sind dementsprechend auch viele Reparaturen fällig.

Welche Modifikationen und Upgrades sind am gefragtesten?

Uwe: Ganz allgemein, sowohl bei Akustik- als auch bei E-Gitarren, ist eine Verbesserung der Bespielbarkeit sehr gefragt, nach dem Motto „Mach mal, dass sie sich besser spielen lässt!”. Die meisten Leute haben Probleme mit der Saitenlage und/oder den Bundstäbchen. Das ist eigentlich der Löwenanteil meiner Arbeit. Es gibt natürlich immer mal wieder Neubundierungen, und was unheimlich gut geht, sind Knochensättel. Ich kann das bis heute immer noch nicht verstehen, warum sogar auf teuren Gitarren oft billige Plastiksättel verbaut werden. Die andere Seite sind dann elektrische Umbauten aller Art: Tonabnehmeraustausch, Potis, Schalter, aktive Schaltungen, Pickups in akustische Intrumente einbauen usw.

Apropos Sättel: diese werden oft unterschätzt, obwohl sie für die Stimmstabilität entscheidend sind…

Uwe: Ja, dazu kommt die Tatsache, dass selbst Gitarristen, die schon viele Jahre spielen, manchmal immer noch die Saiten verkehrt aufziehen. Die Stimmstabilität fängt nämlich damit an, wie du die Saite auf die Mechanik aufspannst. Wenn man dazu noch ein bisschen Feintuning am Sattel macht, dann ist das Problem meistens schon gelöst.

Was für Reparaturen kommen sonst noch häufig vor?

Uwe: Bei jungen Gitarristen gibt es z.B. oft abgebrochene Kopfplatten, was hauptsächlich an der Les Paul-Konstruktion liegt. Es ist wirklich interessant: schlimme Unfälle mit Gitarren werden immer seltener, je älter die Gitarristen sind. Bei Akustikgitarren kommen z.B. herausgerissene Zargenbuchsen vor.

Als Gitarrentechniker muss man also Gibson wohl dankbar für die angewinkelte Kopfplatte sein!

Uwe [lacht]: Also, ich hatte noch nie eine Fender oder Fender-artige Gitarre mit abgebrochener Kopfplatte. Aber bei Gibson kann das sogar passieren, während die Gitarre im Koffer liegt!

Wie sieht es mit PRS aus? Diese Gitarren haben ja auch angewinkelte Kopfplatten, aber nicht so stark wie bei Gibson.

Uwe: Ja, PRS liegt genau in der Mitte. Paul Reed Smith wollte eine Gitarre bauen, die das Beste aus beiden Welten bietet. Eine PRS mit gebrochener Kopfplatte hatte ich auch noch nie.

Zurück zum Thema Reparaturen: es kommt immer wieder alles rund ums Tremolo vor, also Tremolo-Systeme ersetzen, reparieren, fixieren usw. Viele Kunden kennen nicht mal den Unterschied zwischen aufliegendem und frei schwebendem Setup eines Tremolos. Das sind eigentlich Basics, die man als Strat-Spieler wissen sollte.

Seltsame Anfragen gibt es ab und zu auch, wie z.B. Leute, die sich eine Gitarre im Supermarkt kaufen, die man einfach nicht reparieren oder so umbauen kann, dass man darauf vernünftig spielen kann. Diese Entwicklung finde ich sowieso furchtbar: die Industrie macht jeden Preis möglich, aber auf Kosten des Nutzwertes. Das wird aber den Kunden nicht gesagt. Als ich früher im Gitarrenladen gearbeitet habe, habe ich mich immer gewehrt, diese Einsteigersets mit Gitarre und Verstärker zusammen für 120€ zu verkaufen. Damit verliert man eher die Lust am Instrument.


7 Ja-oder-Nein Fragen

Klingt eine Nitro- besser als eine Polyurethan-Lackierung?
Uwe: Nein.

Klingt eine Gitarre durch jahrelanges Einspielen besser?
Uwe: Nein.

Klingen Vintage-Gitarren besser als moderne Instrumente?
Uwe: Nein.

Klingt ein dicker Hals besser als ein normaler?
Uwe: Nein.

Bringt eine Set-Neck- mehr Sustain als eine Bolt-On-Bauweise?
Uwe: Ja.

Mehr Holz = mehr Ton?
Uwe: Nein.

Klingen dicke Saiten besser?
Uwe: Ja.

Guitar Talk mit Thomas Blug

Mihai Curteanu

Thomas, seit ein paar Jahren hört man deinen Namen in so gut wie jedem Gitarristengespräch. Was gibt es Neues?

Thomas: Ich habe Ende 2014 zwei neue Produkte unter der Eigenmarke BluGuitar auf den Markt gebracht: eine Gitarre und einen Verstärker. Ich habe zwar weitaus mehr Ideen, aber ich musste mit irgendwas anfangen. Die BluGuitar 61 Masterbuild ist eine Replika meiner 61er Fender Stratocaster. Ich bin mir durchaus bewusst, dass das zu 100% gar nicht geht – das sollte auch keiner erwarten. Ich habe selbst schon den Versuch unternommen, mit Vintage Fender-Teilen eine Ersatzgitarre für meine Original-61er zu bauen, also mit einem alten Hals, einem alten Body, alter Hardware, Pickups usw. – es ist eine sehr gute Gitarre geworden, aber nicht 1:1 wie meine alte Strat. Mit der BluGuitar haben also Trevor Wilkinson, Andreas Kloppmann und ich zusammen versucht, ohne uns vom Preis einschränken zu lassen, das Non-Plus-Ultra zu bauen.

Thomas Blug - Gitarrist und Gründer von BluGuitar

Lass uns dann ein bisschen über deine Philosophie als Gitarrenentwickler reden. Was macht für dich eine gute E-Gitarre überhaupt aus?

Thomas: Generell ist für mich die emotionale Ebene sehr wichtig. Wenn ich die Gitarre in die Hand nehme und sie zu mir „Hallo” sagt, dann lasse ich sie auch rein. Egal wie teuer oder wie gut die einzelnen Komponenten sind. Es kann eine seltsam klingende Gitarre mit tollem Spielgefühl sein, oder eine super klingende Gitarre mit einem etwas schwierigeren Spielgefühl – irgendwo muss sie ein Erlebnis mit sich bringen. Wenn das passiert, dann versuche ich meistens die Aspekte herauszufinden, die mich an dem Instrument faszinieren. Meine Vorstellungen von guten Gitarren sind mit einer gewissen Dynamik, Ansprache, Tiefe und einem gewissen Klangbild und Sustain verbunden. Ich bin z.B. beim Klangbild sehr empfindlich, vielleicht auch überempfindlich: die Gitarre darf nämlich weder mir noch meinen Zuhörern „weh tun”. Wenn diese Qualitäten, also meine subjektive Klangvorstellung plus die wirklichen, faktischen Parameter in einer interessanten Mischung vorhanden sind, dann ist das für mich ein faszinierendes Instrument.

Apropos Parameter: wenn du nur fünf konkrete Aspekte, die du an einer Gitarre am meisten schätzt, nennen dürftest, welche wären diese?

Thomas: Bespielbarkeit, Klangbild, Dynamik, dann kommen als nächstes die Ansprache und die Funktionalität. Unter letzterem Aspekt verstehe ich u.a., wie gut eine Gitarre im Bandkontext funktioniert.

Warum würde ich mir eine BluGuitar anstatt einer Fender Stratocaster kaufen wollen?

Thomas: Die Fender Stratocaster ist mit Sicherheit eine tolle Gitarre, aber die BluGuitar ist meiner 61er Fender Stratocaster nachempfunden, mit allem, was mit dieser Gitarre passiert ist und sie so besonders macht. In dieser Gitarre steckt die Arbeit von Trevor Wilkinson, einem der erfahrensten Menschen auf diesem Gebiet, das Know-How von Andreas Kloppmann, einem absoluten Pickup-Spezialisten, und ich habe auch ein bisschen Erfahrung mitgebracht. So viel Zeit und Energie, wie wir in diese Gitarre investiert haben, wäre bei Fender wahrscheinlich gar nicht möglich gewesen.

Wo werden die BluGuitars gebaut?

Thomas: In England, in Trevors kleinem Custom Shop.

Dein neuer AMP1-Verstärker verspricht viel Innovation, obwohl der heutige Gitarrenmarkt eher traditionsorientiert ist. Warum so ein modernes Konzept?

Thomas: Ich kann mir gut vorstellen, dass die Welt von mir erwartet hätte, dass ich eher eine Marshall Plexi-Kopie mit integriertem Power Soak und Einschleifweg bauen würde. Ich besitze jede Menge getunte Plexi Marshalls in allen Varianten, aber soll ich daraus ein Produkt machen? Nach so vielen Jahren in der Musikindustrie wäre das wirklich langweilig. Ich wollte also einen Verstärker machen, der diese Qualitäten hat, sie aber in ein neues Format bringt. Mein ganzes Know-How, das ich in den letzten 30 Jahren gesammelt habe, ist „analog“, deshalb haben wir das im AMP1 zu 100% analog umgesetzt. Natürlich ist das von der Technik und dem Material her eine ganz andere Sache als diese alten Marshalls, aber nicht vom Sound. Ähnlich wie bei der BluGuitar ist das zwar nicht zu 100% machbar, aber wir sind sehr nah dran. Außerdem hat der AMP1 so viele eigene Qualitäten, dass ich sagen muss: ich liebe den Sound und die Lebendigkeit alter Verstärker, aber ich mag mein neues Ding genau so gerne.

Mit Verstärkertechnik kenne ich mich nicht wirklich aus. Ist im AMP1 eigentlich eine Röhre drin?

Thomas: Ja, eine Röhre ist drin, aber sie macht natürlich nicht alles. Konzeptionell und Schaltungs-technisch ist dieses Ding wirklich anders als alles, was man bisher gehört und gesehen hat. Ich möchte nicht arrogant sein, aber ich weiß einfach, was Stand der Technik ist. Ich habe einen russischen Ingenieur engagiert, der jenseits von dem ist, was ich vorher kannte. Und ich kenne gute Jungs, die auch geile Suppen kochen. Aber dieser Typ ist eine Extraklasse, sonst hätte ich mich an das Projekt wahrscheinlich nicht herangetraut.

Ich kann auch verstehen, wenn jemand kommt und sagt „Mit der kleinen Sch…kiste kann es ja gar nicht gehen!“. Jeder hat ja bisher die Erfahrung gemacht, dass das tatsächlich nicht gehen kann. Aber ich sage: Ok, hört euch das Ding an, probiert es aus und dann werdet ihr sehen, was es kann. Da bin ich auf jeden Fall von überzeugt, dass es lebendig wie ein Vollröhrenamp klingt und die gleiche Power hat. Ob jeder hier seinen persönlichen Geschmack findet, das muss nicht sein. Ich habe mir zwar Mühe gegeben, eine gewisse Bandbreite an Sounds zu ermöglichen, und dass z.B. der Clean-Kanal richtig gut mit Effektgeräten funktioniert, aber ich kann es nicht jedem recht machen.

Welche Gitarristen-Typen interessieren sich bisher für deine Produkte und welches Zielpublikum hast du im Visier?

Thomas: Ich habe auf der Frankfurter Musikmesse zwei Interessentengruppen festgestellt. Einmal die Traditionalisten in meinem Alter und drüber, die meine 61er Strat meistens schon kennen und deshalb zu der BluGuitar sofort einen Bezug haben. Dann kommen sie zum Verstärker und erleben erstmal einen kleinen Kulturschock. Sie merken aber, dass er nicht schlecht klingt und dann heißt es: „Ich wollte schon die ganze Zeit nicht mehr so viel schleppen”. Ob diese Leute mit meinem AMP1 auch wirklich warm werden, das weiß ich nicht, aber ich vermute, dass der ein oder andere sich weiter trauen wird.

Auf der anderen Seite fand ich sehr spannend, dass eine Menge junger Gitarristen sich dafür interessieren. Sie sind nicht so vorgeprägt und haben damit gar keine Berührungsängste. Viele finden das Design cool, und wenn die Kiste gut klingt, dann ist alles kein Problem.


7 Ja-oder-Nein Fragen

Klingt eine Nitro- besser als eine Polyurethan-Lackierung?
Thomas: Ja.

Klingt eine Gitarre durch jahrelanges Einspielen besser?
Thomas: Ja.

Sind Vintage-Gitarren besser als moderne, gleichwertige Instrumente?
Thomas: Ja.

Klingt ein dicker Hals besser als ein normaler?
Thomas: Nein.

Bringt eine Set-Neck- mehr Sustain als eine Bolt-On-Bauweise?
Thomas: Ja, aber ich mag das nicht immer… [lacht]

Klingen leichte Gitarren besser als schwere Gitarren?
Thomas: Nein.

Klingen dicke Saiten besser?
Thomas: Nein.

Guitar Talk mit Oliver Baron

Mihai Curteanu

Oliver, seit wann arbeitest du als Gitarrenbauer?

Oliver: Ich bin jetzt im 12. Geschäftsjahr, aber bin natürlich ein paar Jahre vorher reingerutscht. Also insgesamt über zwölf Jahre lang baue ich Gitarren.

Oliver Baron - Gitarrenbauer und Gründer von Helliver Guitars (Münster)

Erzähle uns bitte etwas über deine Philosophie bezüglich Gitarrenbau. Was macht für dich z.B. eine gute E-Gitarre aus?

Oliver: Ohne jetzt lange darüber nachzudenken, würde ich sagen: sie muss das, was der Käufer damit machen will, bestmöglich bedienen. Das ist natürlich abhängig von dem, was man sich leisten kann, und wie anspruchsvoll oder pingelig man in bestimmten Bereichen ist. Es gibt Leute, die mit einer Gitarre kämpfen wollen. Es gibt Leute, die niemals mehr als 300€ für eine Gitarre ausgeben möchten. Wenn das die Ansprüche sind, dann spricht ja nichts dagegen, sich eine Gitarre zu kaufen, die genau diese erfüllt, auch wenn ich sie persönlich nie spielen wollen würde. Es ist also eine extrem persönliche Sache, wo es absolute Werte kaum gibt.

Wenn ich versuche, auf einer Gitarre etwas zu spielen oder etwas damit zu machen, was nicht geht, dann ist das für mich – oder für denjenigen, der sie spielt – keine gute Gitarre. Da hat aber Jack White ganz andere Vorstellungen als Joe Bonamassa oder John Scofield. Es ist etwas ganz Individuelles. Das Instrument soll das abliefern, was der Gitarrist braucht und was er heraushören will. Es muss also das bestmögliche Werkzeug für den Musiker sein, was immer er sich davon erhofft.

Es gibt zur Zeit in Deutschland recht viele „Boutique”-Gitarrenmarken und ausgezeichnete Gitarrenbauer. Warum entscheiden sich deine Kunden für Helliver?

Oliver: Hmm... das ist eine gute Frage, die ich mir auch oft stelle. Ich denke, wenn einem etwas von der Stange nicht reicht und man sich in diesem „Boutique”-Lager umsieht, dann hat das schon mal einen Grund, eine Vorgeschichte sozusagen. Zu welchem Hersteller man dann geht, ist sehr subjektiv. Es passiert, glaube ich, wenn es einfach klickt und du denkst, von der Ästhetik, vom Spielgefühl und Klang her, von der Philosophie her ist das genau, was du toll findest. Das ist oft gar nicht anhand von Fakten festzumachen. Man kann tatsächlich sehen, dass bei jedem meiner Kollegen, und bei mir auch natürlich, die Gitarren eine gewisse Ästhetik und ein gewisses Feel haben. Und so ein bisschen ihren Ton haben. Es müssen keine riesigen Unterschiede sein, aber die eine findet man immer toll, die andere nicht.

Haben deine Gitarren also spezielle Eigenschaften, oder ist es einfach die Summe aller Details, die sie ausmachen?

Oliver: Es ist natürlich die Summe, aber ein paar Sachen kann man trotzdem auflisten, die daran besonders sind. Meine Gitarren lehnen sich zwar an die Mahagoni-Leimhals-Richtung, sind allerdings im Ton aufgeräumter, dynamischer, mit einer schnelleren Ansprache, und musikalisch flexibler einsetzbar.

Es passiert hin und wieder, dass jemand, der keinen Einblick in diese Szene hat oder meine Gitarren gar nicht kennt, hierhin kommt und sagt: „Das ist ja interessant, was du alles selber baust, die können mit einer Gibson bestimmt locker mithalten…“. Dazu denke und sage ich immer: wenn ich nicht der festen Überzeugung wäre, dass meine Gitarren solche Instrumente von der Stange deutlich hinter sich lassen, dann wäre ich nicht hier. Dann würde meine Arbeit auch keinen Sinn machen.

Wieviele Gitarren baust du im Jahr und wie lange sind die Lieferzeiten? Arbeitest du immer alleine?

Oliver: Ja, ich bin ein Ein-Mann-Unternehmen und das wird auch so bleiben. Ich baue zwischen 15 und 20 Gitarren im Jahr und die Lieferzeit beträgt mittlerweile 12 Monate.

Wenn du nur 5 Faktoren nennen dürftest, die den Sound einer E-Gitarre definieren bzw. beeinflussen, welche wären diese?

Oliver: Ohne auf Reihenfolge zu achten: Gewicht, Mensur, die Brücke, Tonabnehmer und ... die Farbe! [lacht]... Nein, natürlich nicht, ich würde noch sagen, das Holz bzw. die Struktur und Dichte des Holzes, und die Art und Weise, wie die Hölzer schwingen. Also das, was das Holz über Gewicht hinaus für Eigenschaften hat.

Würdest du das Holz also auf den fünften Platz setzen?

Oliver: Da das Gewicht durch die Holzart und -dichte bestimmt wird, ist so gesehen das Holz ganz weit vorne, aber die Holzeigenschaften außer Gewicht - also wie die Zellen aufgebaut sind, wieviel Luft im Holz drin ist, ob langfaserig oder kurzfaserig und, und, und... – das alles würde ich tatsächlich auf den fünften Platz tun.

Ok, das beantwortet fast schon meine nächste Frage. Viele behaupten ja, Holz sei alles, manche wiederum, dass es bei E-Gitarren kaum einen Unterschied macht...

Oliver: Holz ist wirklich extrem wichtig, aber eben durch sein Gewicht. Zum Beispiel: zwischen einem leichten, offenporigen Stück Ebenholz und einem sehr dichten Stück Palisander, das gleich viel wiegt, ist der Klangunterschied nur minimal. Das meine ich. Gewicht ist beim Holz ganz weit vorne. Je leichter die Gitarre ist, umso offener wird sie. Je schwerer sie ist, umso tendenziell „härter“ klingt sie, und umso schwerer wird sie in Schwingung versetzt. Die anderen Holzeigenschaften können das verstärken oder eben in die andere Richtung arbeiten, deshalb ist es eben nicht egal, welches Griffbrett man wählt. Trotzdem sind die vier anderen Faktoren noch etwas maßgeblicher.

Würdest du auf entsprechende Anfrage z.B. eine originalgetreue Telecaster- oder Les Paul-Kopie bauen?

Oliver: Nein, auf keinen Fall!

Wieviel macht die Handarbeit bei einer E-Gitarre im Klang bzw. in der Qualität aus?

Oliver: In jeder Gitarre, egal wie billig oder maschinell sie hergestellt ist, steckt noch sehr viel Handarbeit. Es gibt Dinge, die sich kaum automatisieren lassen, wie z.B. die Bundierung. Eine Menge Schleifarbeit lässt sich auch nicht vermeiden. Handarbeit an sich ist allerdings kein reeler Mehrwert. Ob ich eine Deckenwölbung mit der Hand ausarbeite oder per CNC fräsen lasse, spielt eigentlich keine Rolle, wenn beides mit der nötigen Sorgfalt geschieht. Auch wenn in der vielleicht etwas romantisierten Vorstellung vieler Kunden die Gitarre durch reine Handarbeit magischer oder besser wird. Ich finde es selbst schön, so zu arbeiten, aber der wahre Mehrwert liegt in der Zeit, die ich mir lasse, der Sorgfalt beim Aussuchen und Umgang mit den Materialien, in der Mühe, die ich mir gebe, und ganz klar in der ständigen Rücksprache mit dem Kunden. Ich habe ein eher wissenschaftliches Weltbild, wo Voodoo und solche Dinge nicht so viel Platz haben. Und mir ist wichtig, dass die Mehrwerte meiner Arbeit gegenüber Fließband-Produkten auch klar und messbar sind.

Wäre es übertrieben zu behaupten, dass es zwischen einer Epiphone und einer Gibson Custom Shop keinen großen Unterschied gibt, was Handarbeit betrifft?

Oliver: Nein, gar nicht. Meine feste Überzeugung ist, dass zwischen einer Epiphone für 200€ und einer Gibson Custom Shop nur ein ganz unwesentlicher Unterschied in der Handarbeit besteht. Teilweise ist es sogar so, dass sehr günstige Instrumente noch mehr Handarbeit brauchen, weil die Fabriken nicht so modern ausgestattet sind. Natürlich haben die Instrumente aus dem Gibson Custom Shop eine durchweg bessere Qualität als eine günstige Epiphone, aber das liegt nicht daran, dass da mehr Leute mit der Hand herumschrauben, sondern an dem Geld, das zur Verfügung steht, um eine ordentliche Basis dafür zu schaffen, Gitarren zu bauen.


7 Ja-oder-Nein Fragen

Klingt eine Nitro- besser als eine Polyurethan-Lackierung?
Oliver: Nein.

Klingt eine Gitarre durch jahrelanges Spielen besser?
Oliver: Nein.

Klingen Vintage-Gitarren besser als moderne Instrumente?
Oliver: Nein.

Klingt ein dicker Hals besser als ein normaler?
Oliver: Nein.

Bringt eine Set-Neck- mehr Sustain als eine Bolt-On-Bauweise?
Oliver: Nein.

Mehr Holz = mehr Ton?
Oliver: Nein.

Klingen dicke Saiten besser?
Oliver: Nein.

Guitar Talk mit Matthias Meyer

Mihai Curteanu

Matthias, wie lange bist du im Geschäft und wieviele Gitarren hast du bisher ungefähr gebaut?

Matthias Meyer - Gitarrenbauer und Gründer von Bassart Guitars (Braunschweig)

Matthias: Ich mache das professionell seit 1996 und ich schätze, ich bin mittlerweile bei ungefähr 700 Gitarren.

Was läuft besser: „vorgefertigte” Eigenkreationen oder Sondermodelle, die du im Kundenauftrag baust?

Matthias: Ich habe lange Zeit eigentlich nur Sonderanfertigungen gebaut. Daraus habe ich langsam eine eigene Reihe entwickelt, und diese läuft in den letzten Jahren ziemlich gut. Natürlich kann man hier immer noch Sonderwünsche einfließen lassen, wie z.B. eine andere Mensur oder Anordnung der Potis, aber viele meiner Modelle wie z.B. das „D Cat” sind seit vielen Jahren im Grunde unverändert.

Hast du eine besondere Philosophie bezüglich Gitarrenbau?

Matthias: Ja, das kann man schon so sagen. Zum einen verwende ich für meine Gitarren überwiegend einteilige Hölzer. Damit das funktionieren kann, braucht man allerdings wirklich gutes Holz, sonst bringt es nichts, z.B. einen einteiligen Hals zu machen. Auch was den Korpus betrifft, bin ich überzeugt, dass einteilige Bodys besser schwingen als mehrteilige. Gut, jeder Gitarrenbauer hat da seine Vorlieben. Ich persönlich stehe auf Gitarren, die einen schönen Sustain aufweisen.

Du hast meine nächste Frage jetzt schon fast beantwortet: was macht für dich eine gute Gitarre aus?

Matthias: An sich ist diese Frage überhaupt nicht einfach zu beantworten. Abgesehen von Holzarbeit gibt es bei einer E-Gitarre sehr viele extrem wichtige Details wie z.B. Halswinkel, Sattel, Hardware, Pickups usw. Wenn man ein gutes Serienmodell entwickelt, muss man recht viele Kombinationen ausprobieren, bis alles wirklich passt. Ein allgemeingültiges Rezept gibt es nicht.

Würdest du sagen, dass die von dir gebauten Instrumente immer gleich gut gelungen sind oder hast du darunter ab und zu deine Favoriten?

Matthias: Eigentlich ist so gut wie immer die Gitarre, die ich gerade baue, mein Favorit. Ich kann i.d.R. schon während des Bauprozesses steuern, wie die Gitarre klingen wird, und deshalb bin ich selten am Ende überrascht. Prototypen verkaufe ich z.B. nie. Sie hängen alle bei mir in der Werkstatt, damit ich immer eine Referenz für spätere Entwicklungen habe. Und es gibt tatsächlich ab und zu auch sonst Gitarren, die ich am liebsten nicht mehr hergeben würde.

Warum entscheidet sich ein Kunde für ein Bassart-Instrument?

Matthias: Meistens passiert das, nachdem jemand eine Gitarre von mir mal gespielt hat, entweder bei einem meiner Händler oder bei mir vor Ort. Warum das so ist, weiß ich auch nicht. Ich versuche nicht, die Leute zu überzeugen, dass meine Sachen toll oder gar besser sind. Sie müssen das selber herausfinden.

Diese Einstellung spricht für dich.

Matthias: Es ist einfach nicht meine Art. Außerdem gibt es jede Menge super gute Gitarren, und sie haben alle ihre Daseinsberechtigung. Jeder muss selbst entscheiden und das passende Instrument für sich wählen.

Wie lange sind bei dir die Lieferzeiten und wieviele Gitarren baust du im Jahr?

Matthias: Die Wartezeit hängt vom Modell ab und kann zwischen 2 und 8 Monaten variieren. Im Durchschnitt baue ich 25 bis 30 Gitarren im Jahr, wobei ich dieses Jahr wahrscheinlich auf 40 kommen werde.

Welche Rolle spielt die Handarbeit bei einer Boutique-Gitarre bezüglich ihrer Qualität und ihres Klanges?

Matthias: Ich kenne, glaube ich, keinen Gitarrenbauer, der noch zu 100% in Handarbeit Instrumente baut. Die meisten haben schon Maschinen. Die Vorteile liegen darin, dass das, was wir machen, trotzdem weit von einer computergesteuerten Fließbandarbeit entfernt ist. Man hat also jedes Stück Holz in der Hand und man kann sich viel mehr Zeit nehmen, um alles perfekt anzupassen. Wenn du z.B. siehst, wie die Hälse in der Großindustrie eingebaut werden, dann kannst du nur den Kopf schütteln. Da müssen allerdings mehrere Hundert Hälse jeden Tag gemacht werden, während ich nur einen mache.

Außerdem kann man in kleinen Betrieben bei jeder Gitarre gut überlegen, welche Komponenten man genau nimmt, man kann extrem sorgfältig den Sattel bearbeiten und generell hat man viel mehr Zeit für Details und eine bessere Qualitätskontrolle. Ich lege bspw. großen Wert auf die Lackierung, und zwar benutze ich Nitrolack, genau so wie er früher gemacht wurde, also teilweise mit Aluminium- oder Goldpulver. Das Lackierungsverfahren ist zwar aufwendig, aber das ist der beste Lack, den ich mir vorstellen kann – sowohl klanglich als auch von der Haptik her.


7 Ja-oder-Nein Fragen

Klingt eine Nitro- besser als eine Polyurethan-Lackierung?
Matthias: Ja.

Klingt eine Gitarre durch jahrelanges Einspielen besser?
Matthias: Ja.

Klingen Vintage-Gitarren besser als moderne, gleichwertige Instrumente?
Matthias: Jein… Es gibt nämlich super geile alte Gitarren, aber es gibt genau so viele schlechte.

Klingen dicke Hälse besser?
Matthias: Ich würde sagen Ja, aber es ist letztendlich Geschmackssache.

Bringt ein eingeleimter Hals mehr Sustain als ein angeschraubter?
Matthias: Ja, tut er.

Klingen leichte Gitarren besser als schwere?
Matthias: Ich finde, ja.

Klingen dicke Saiten besser?
Matthias: Auch dolle Geschmackssache, aber i.d.R. ja.

Guitar Talk mit Henrik Freischlader

Mihai Curteanu

Henrik, ich muss dich meinen Lesern wohl nicht mehr vorstellen, also lege ich direkt los mit den Fragen: welche Gitarren hast du für die Show dabei?

Henrik Freischlader - Gitarrist, Sänger, Songwriter und Produzent aus Wuppertal

Henrik: Ich habe diesmal sehr wenige Gitarren auf Tour mitgenommen, nur drei Stück. Einmal diese alte Gibson Firebird von 1965 mit P-90 Tonabnehmern, neu lackiert von Florian Jäger in Oberstdorf mit ganz dünnem Lack – eine sehr schöne, offene Gitarre, die schon ohne Verstärker ziemlich laut ist. Damit spiele ich ein gutes Drittel des Sets. Dann habe ich meine Les Paul dabei, eine 1959 Reissue, auch von Florian Jäger überarbeitet, und dann habe ich eine Monster Relic Stratocaster, also keine alte, sondern eine, die auf alt getrimmt wurde. Die drei reichen mir diesmal.

Warum diese Auswahl?

Henrik: Das hängt mit der Setlist zusammen, die wir für diese Tour ausgewählt haben. Die Les Paul natürlich für die richtig fetten Nummern, da kommt der Humbucker-Sound gut, oder für die Balladen, wo die Gitarre schön singen muss – das geht mit einer Les Paul auch gut. Die Firebird ist eine recht flexible Gitarre, die kannst du auch richtig braten und rockig klingen lassen, aber wenn man die Ton-Potis ein bisschen zurückdreht, dann klingt sie schon ein bisschen Tele- oder ES-mäßig, also sehr warm und holzig, und eher spröde und trocken. Und natürlich die Strat für ein paar Sachen, wo man den Tremolo-Hebel braucht und wo man ein bisschen mehr arbeiten muss.

Was macht für dich generell eine gute Gitarre aus?

Henrik: Da ich ja nicht unbedingt bewandert bin, was technische Details angeht, oder wie eine Gitarre zusammengebaut werden muss, ist das bei mir eher eine Gefühlssache. Ich nehme die Gitarre in die Hand, schaue, wie sie ohne Verstärker klingt, ob sie einen guten Sustain hat, ob die Töne schön offen schwingen und insgesamt, ob die Gitarre einem was zu sagen hat. Das merkt man meistens schon daran, dass man gerne und lange drauf spielt. Manchmal kriegt man eine Gitarre in die Hand gedrückt, man spielt ein paar Licks und sagt „Schöne Gitarre!”, dann gibt man sie wieder zurück. Aber manche Gitarren bleiben mehrere Stunden bei dir in der Hand, weil du nicht aufhören kannst zu spielen. Das sind meistens dann die, die zu dir wollen.

Wie stellst du deine Gitarren ein?

Henrik: Ich spiele eigentlich eine recht hohe Saitenlage – sagt man mir – weil ich gerne ein bisschen fester anschlage. Ich greife auch das Plektrum viel zu knapp, so dass ich im Endeffekt eher mit dem Fingernagel die Saiten treffe. Das sieht man dementsprechend an den Fingern. Insgesamt habe ich keine so gute Technik und mache viel nach Gefühl und dann am Abend, wenn das Adrenalin dazu kommt und man in Spiellaune ist, dann merkt man eigentlich gar nicht mehr, was man macht. Ich mag es also gerne, wenn die Töne nicht schnarren und wenn man hohe Bendings machen kann.

Gibt es irgendein Teil deines Equipments, auf das du nicht verzichten könntest?

Henrik: Mittlerweile würde ich sagen: meine Realtone-Amps, die ich seit Beginn meiner Karierre spiele. Das sind Amps, die Andreas Breuhaus, ein guter Freund von mir, baut. Sie sind handverdrahtet, ohne Platine, ohne viele Knöpfe, was den natürlichen Charakter der Gitarre unterstützt. Ich komme zwar mit anderen Amps irgendwie auch klar – z.B. bei Festivals, wo schon eine Mietbackline steht – aber dann vermisse ich meine Realtones, weil man damit sehr dynamisch spielen kann. Viele Amps haben die Eigenschaft, dass sie eine Eigendynamik entwickeln: man braucht die Saiten nur anzugucken und es kommt schon ein tierisch lauter Sound – das mag ich gar nicht. Ich mag es die Kontrolle zu haben, also bei festem Anschlag einen kräftigen Ton zu haben, und wenn man sanft spielt, dann soll der Amp auch leiser werden.

Was für Saiten und Plektren benutzt du?

Henrik: Ich spiele 10-52er Saiten, ganz egal von welcher Saitenmarke, also alles, was gerade in dieser Stärke da ist. Meine Plektren sind aus Zelluloid, Extra Heavy.

Was spielst du für Instrumente außer Gitarre?

Henrik: Nennenswert wären eigentlich nur Schlagzeug und Bass. Mit Schlagzeug habe ich als kleines Kind angefangen, das habe ich auch wahnsinnig gerne gespielt. Ich hätte damit nie aufgehört, wenn es für die Nachbarn nicht zu laut geworden wäre. Bass habe ich zwischendurch mal gespielt, da es ziemlich nah am Schlagzeug ist, und dadurch schon damals gemerkt, dass die beiden eigentlich für den Groove unzertrennlich sind. Das hat mich am meisten fasziniert. Irgendwann bin ich umgezogen und habe zur Gitarre greifen müssen, sozusagen, weil das Schlagzeug zu laut war. Mit 14 habe ich dann angefangen, Gitarre zu spielen.

Henrik, du hast das geschafft, wovon Tausende träumen: von der Musik leben zu können. Was würdest du jungen Musikern empfehlen, die ebenfalls diesen Weg gehen möchten?

Henrik: Ich muss erstmal ganz ehrlich gestehen: ich kann zwar davon leben, ich mache es wahnsinnig gerne und ich versuche, so viel wie möglich zu arbeiten, aber es bleibt immer sehr ausgeglichen. Ich würde in meinem Fall nicht sagen, ich hätte es schon geschafft, sondern ich bin eigentlich immer noch dabei. Ich bin froh und dankbar, dass es so gut läuft, und gerade bei dieser Tour viele Leute zu unseren Shows kommen, aber es bleibt eben immer spannend. Man muss also ständig weiter arbeiten und merkt gar nicht mehr, ab wann man das genießen kann, dass man einen Schritt weiter gekommen ist.

Trotzdem sehe ich das eigentlich positiv, insofern wäre mein Tipp für junge Musiker, einfach zu machen, was sie lieben. Wenn sie in sich merken, dass sie Musiker sein müssen, dann rausgehen und für Leute spielen. Und auf keinen Fall zu früh auf Erfolg hoffen, sich davon abhängig machen oder sich dadurch Druck machen. Dazu gehört es auch, die eigenen Ansprüche manchmal runterzuschrauben, damit man nicht Gefahr läuft, unzufrieden zu sein, wenn man eigentlich zufrieden sein müsste. Im Endeffekt sollte es so sein: wenn man für Leute spielt – egal, ob es zwei oder zweihundert sind – dann ist man glücklich, dass man spielen kann.


7 Ja-oder-Nein Fragen

Klingt eine Nitro- besser als eine Polyurethan-Lackierung?
Henrik: Ja.

Klingt eine Gitarre durch jahrelanges Einspielen besser?
Henrik: Ja.

Sind Vintage-Gitarren besser als moderne, gleichwertige Instrumente?
Henrik: Ja.

Klingt ein dicker Hals besser als ein normaler?
Henrik: Nein.

Bringt eine Set-Neck- mehr Sustain als eine Bolt-On-Bauweise?
Henrik: Nein.

Klingen leichte Gitarren besser als schwere Gitarren?
Henrik: Nein.

Klingen dicke Saiten besser?
Henrik: Nein.