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Wie erkennt man eine gute Akustikgitarre – Vorbereitung und Anspielen

Gitarren-Blog

Gitarren-Blog: Testberichte zu Gitarren-Equipment, Interviews, Storys, Tipps u.v.m.

Wie erkennt man eine gute Akustikgitarre – Vorbereitung und Anspielen

Mihai Curteanu

Wir stellen uns wieder die gute alte Situation vor: man testet eine Gitarre, die man evtl. kaufen möchte, entweder im Gitarrenladen oder vielleicht bei einem Bekannten, der seine alte Gitarre verkaufen will. Alles scheint soweit in Ordnung zu sein, der Papiertest ist bestanden, die Saitenabstände zum Griffbrettrand sind gleich, und es gibt auch keine Anzeichen dafür, dass mit dem Hals bzw. der Bespielbarkeit etwas nicht stimmen könnte. Vorsichtshalber macht man noch den 1-minütigen Soundcheck. Man hat allerdings mehr Zeit zum Testen und Spielen, aber es fällt einem nicht viel ein, was man spielen könnte. Hier sind ein paar weitere Tipps für eine solche Situation:

  • Ist man blutiger Anfänger, dann lautet die erste Regel ganz klar: nehmt einen Freund mit, der (zumindest ein wenig) Erfahrung hat! Ansonsten muss man sich völlig auf den Verkäufer und seine Spielweise verlassen, und das ist leider nicht immer hilfreich.
  • Auch wenn man selbst gut spielen kann, macht es Sinn, einen befreundeten Gitarristen dabei zu haben. So ergibt sich die Möglichkeit, die Gitarre auch von vorne, also aus Zuhörerperspektive, zu begutachten. Dieser Klang unterscheidet sich deutlich von dem, was man aus Spielerperspektive hört. Eine zweite objektive Meinung kann also nicht schaden.
  • Besonders wichtig vor einer solchen Kaufaktion ist eine gründliche Vorbereitung. Macht euch Gedanken, was ihr von der neuen Gitarre erwartet und bereitet mehrere Songs oder Stücke zum Anspielen vor. So kann man den Gitarrenklang auf Nuancen prüfen und überlegen, ob er zu den eigenen Vorstellungen bzw. den bevorzugten Musikstilen wirklich passt.

Extrem wichtig vor jedem Gitarrenkauf: gründliche Vorbereitung und fokussiertes Anspielen. Ebenfalls von großem Vorteil: eine weitere, unabhängige Meinung.

  • Reality Check: Verkäufer in Musikfachgeschäften – egal wie freundlich und kompetent – sind keine Berater, sondern… Verkäufer! Sie wollen und müssen in erster Linie Produkte verkaufen und Umsatz machen. Ein Verkäufer wird leider so gut wie nie von einer mittelmäßigen oder gar mangelhaften Gitarre, die im Laden zum Verkauf steht, abraten. Es geht hier einfach ums Geschäft, und je teurer die verkaufte Gitarre, umso besser. Deshalb sollte man ständig einen kühlen Kopf bewahren, das Preis-Leistungsverhältnis der Gitarren und das für den Kauf geplante Budget immer im Auge behalten. Eine zweite, neutrale Meinung eines Gitarrenlehrers oder erfahrenen Gitarristen sollte immer vorhanden sein (siehe oben).
  • Kauft keine Gitarre, die OK oder „in Ordnung” ist, sondern nur ein Instrument, das euch begeistert und hoffentlich langfristig inspirieren wird. Dafür muss man keine Unsummen ausgeben, denn es gibt heute sehr gute Gitarren sogar in der Einsteiger-Preisklasse. Diese kommen allerdings nicht vom Fließband, sondern müssen geduldig ausgewählt werden. Man darf ruhig u.a. auf sein Bauchgefühl hören: wenn man beim Anspielen ein „Aha-Erlebnis” hat, dann ist das definitiv ein gutes Zeichen.

Wichtiger Tipp

Im Gitarrenladen sollte man auf keinen Fall sofort die erste Gitarre kaufen, die man anspielt oder in die Hand gedrückt bekommt. Immer mindestens eine weitere zum Vergleich nehmen!