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Wie erkennt man eine gute Akustikgitarre – Der 1-minütige Soundcheck

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Wie erkennt man eine gute Akustikgitarre – Der 1-minütige Soundcheck

Mihai Curteanu

Wir haben im letzten Blogeintrag gesehen, wie wichtig es ist, vor dem Kauf die Bespielbarkeit einer Gitarre in allen Lagen zu prüfen. Soviel zur Theorie. In der Praxis sieht es aber meistens ziemlich hektisch aus: man hat im Gitarrenladen selten genug Zeit und Ruhe, um eine Gitarre ausgiebig zu testen. Manchmal sitzt man da und es fällt einem spontan nichts mehr ein, was man spielen könnte. Will man mehrere Instrumente vergleichen, so kann das schnell überfordern.

Sehr effektives „Benchmark” zum klanglichen Vergleich von Akustikgitarren: der offene G-Dur-Akkord

Hier sind ein paar kleine Geheimnisse, damit ihr euch in weniger als einer Minute ein gutes Klangbild von einer Akustikgitarre machen könnt. Das erste, was ich z.B. immer hören will, ist ein offener G-Dur-Akkord (320033). Kein anderer Akkord verrät so effektiv, wie breit das Klangspektrum und wie stark die Bässe einer Gitarre sind. Ein G-Dur ist auch besonders praktisch, wenn man mehrere Gitarren direkt miteinander vergleicht. Ebenfalls geeignet als Benchmark-Akkorde sind C/G (332010), D/F# (200232) oder E-Dur (022100). Auch hier gilt: benutzt ein Plektrum, wenn ihr gerne mit Plektrum spielt, und spielt allgemein nicht zu leise, damit das Klangpotenzial der Gitarre sich wirklich entfalten kann.

Weiter geht es dann mit einem F-Dur-Barré-Akkord (133211). Dieser ist hochrelevant für die Bespielbarkeit am Sattel. Sind die Kerben zu hoch, so wird F-Dur zu einer wahren Qual, und somit ist die Gitarre wahrscheinlich aus dem Rennen. Mit weiteren Barré-Akkorden kann man die Saitenlage insgesamt ziemlich gut einschätzen und den Klang besser wahrnehmen: A-Moll (577555), A-Dur (577655), A7 (575655), D-Moll (x57765), D-Dur (x57775), D7 (x57575), B-Moll (799777), B-Dur (799877), E-Moll (x79987), E-Dur (x79997) usw. Spielt man gerne Soli, dann empfiehlt sich z.B. die D-Moll-Pentatonik (Pattern 1 – zwischen dem 10. und 13. Bund) und/oder die E-Moll-Pentatonik (Pattern 1 – zwischen dem 12. und 15. Bund) für die kurze Prüfung der Bespielbarkeit und des Klanges in den hohen Lagen.

Damit ist der 1-minütige Soundcheck eigentlich schon vorbei. Natürlich gilt: je mehr Zeit man zur Verfügung hat, umso besser.

Wichtiger Tipp

Vergesst nicht, als erstes den Papiertest zu machen und danach die Saitenabstände und die Bespielbarkeit zu untersuchen! Der 1-minütige Soundcheck macht erst dann Sinn, wenn eine Gitarre die ersten drei Tests bestanden hat.