Contact Us

Use the form on the right to contact us.

You can edit the text in this area, and change where the contact form on the right submits to, by entering edit mode using the modes on the bottom right. 

Staigerstr. 7
70499 Stuttgart
Germany

+49 172 6937722

Gitarrenunterricht und Ukulele-Unterricht in Stuttgart | Kurse, Workshops und Events für Anfänger und Fortgeschrittene | Lernen Sie Gitarre, Bass oder Ukulele!

Wie erkennt man eine gute Akustikgitarre – Die Saitenabstände

Gitarren-Blog

Gitarren-Blog: Testberichte zu Gitarren-Equipment, Interviews, Storys, Tipps u.v.m.

Wie erkennt man eine gute Akustikgitarre – Die Saitenabstände

Mihai Curteanu

Nach dem Papiertest ist die Untersuchung der Saitenabstände der zweite Prüfungsteil vor einem eventuellen Gitarrenkauf. Ich würde euch empfehlen, beide Tests noch vor dem Anspielen zu machen. So kann man Zeit sparen, denn es gibt viele Gitarren, die zwar wunderbar klingen, aber nicht robust genug gebaut sind oder einfach Herstellungsfehler aufweisen. Der Papiertest liefert sehr wichtige Hinweise über die Wölbung der Decke und den Zustand des Steges. Die Saitenabstände können Weiteres über den Hals und die Bespielbarkeit verraten, ohne dass man eine einzige Note auf der Gitarre gespielt hat.

Diese Gitarre ist bei der Prüfung der Saitenabstände knapp durchgefallen. Die hohe E-Saite liegt zu nah und die tiefe E-Saite zu weit entfernt vom Griffbrettrand. Für viele Gitarristen, die z.B. hauptsächlich offene Akkorde spielen, dürfte das kein Problem sein, aber für diejenigen, die ab und zu gerne ein Solo spielen, besteht auf der E1-Saite ab dem 12. Bund „Rutschgefahr”.

Was ist mit diesem Test also gemeint? Man schaut einfach ganz gerade aufs Griffbrett und vergleicht den Abstand der tiefen E-Saite (E6) zum Griffbrettrand mit dem Abstand der hohen E-Saite (E1) zum anderen Griffbrettrand. Den Vergleich macht man am besten über dem 12. Bund. Diese zwei Abstände sind zwar selten identisch, aber man sollte trotzdem erwarten können, dass sie ungefähr gleich sind. Noch wichtiger: keine der beiden äußeren Saiten darf zu nah am Griffbrettrand liegen, sonst besteht die Gefahr, dass sie beim Spielen vom Bund abrutschen. Folgendes Zeichen weist darauf hin, dass die Gitarre höchstwahrscheinlich einen Baufehler hat: eine E-Saite liegt zu weit und die andere zu nah am Griffbrettrand.

Wenn diese Abstände nur leicht unterschiedlich sind, dann ist es meistens nicht tragisch, und es könnte z.B. lediglich davon kommen, dass eine oder mehrere Saiten nicht gerade auf dem Steg liegen. Davon wird die Bespielbarkeit i.d.R. kaum beeinflusst. Wenn die äußeren E-Saiten allerdings deutlich unterschiedliche Abstände zum Griffbrettrand aufweisen, ohne dass es am Steg oder am Sattel liegt, kann das oft sehr problematische Ursachen haben. Der Hals kann schief angeleimt sein, der Steg ungenau platziert oder der Sattel schlecht gekerbt sein. In all diesen Fällen wird die Bespielbarkeit immer suboptimal sein, und eine solche Gitarre sollte man lieber nicht kaufen, egal wie reizvoll sie sonst sein mag.