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Voodoo Lab Sparkle Drive

Gitarren-Blog

Gitarren-Blog: Testberichte zu Gitarren-Equipment, Interviews, Storys, Tipps u.v.m.

Voodoo Lab Sparkle Drive

Mihai Curteanu

Nachdem wir neulich den Maxon OD808 gründlich unter die Lupe genommen haben, ist heute schon der nächste Tubescreamer-artige Overdrive am Start: der Voodoo Lab Sparkle Drive.

Neben den Standard-Reglern (Gain, Tone, Volume) hat der Sparkle Drive ein ganz besonderes Feature: über den Clean-Poti kann man das ursprüngliche Signal dem angezerrten hinzufügen. Ist der Clean-Regler auf Null, so hört man nur den vom Pedal verarbeiteten Gitarrenton. Je weiter man aufdreht, umso mehr vom Original-Sound wird dazu gemischt. Gleichzeitig wird der Overdrive-Sound leiser, so dass bei voll aufgedrehtem Regler lediglich das ursprüngliche Signal weitergeleitet wird. Das funktioniert wunderbar als Clean-Booster, denn bei einer solchen Einstellung zerrt der Sparkle Drive überhaupt nicht. Die Lautstärke-Reserven des Gerätes sind ebenfalls beachtlich.

Wir betrachten als nächstes den Grundsound dieses Overdrives, und dafür drehe ich erstmal den Clean-Regler auf Null, d.h. das Input-Signal wird immer zu 100% vom Pedal bearbeitet. Hier gibt es wenige Überraschungen, denn das Gerät tut genau das, was ein guter Tubescreamer tun sollte: es hebt die Mitten etwas an und treibt den Amp auf eine sehr musikalische, unaufdringliche Art in die Sättigung. Vor einem Clean-Amp kann man mit dem Voodoo Lab wunderbare Blues-Klänge à la Stevie Ray Vaughan erzeugen. Dabei verfärbt das Gerät den Ton mehr als andere Overdrives. Im Vergleich zu meinem Maxon OD808 klingt der Sparkle Drive ein wenig mittiger und direkter, mehr „in your face”. Manche werden das nicht unbedingt mögen, andere werden diesen Klangcharakter für seine Durchsetzungskraft im Bandkontext schätzen.

Die wahre Stärke dieses Overdrives kommt jedoch zur Geltung, wenn man mit dem Clean-Regler arbeitet. Indem man das trockene mit dem vom Pedal angezerrten Gitarrensignal kombiniert, kann man sehr dynamische, dichte Klänge erzeugen, die teilweise zwei gleichzeitig laufende Amps vermuten lassen. Dadurch wird der Sparkle Drive nicht nur extrem vielseitig, sondern er bietet die Möglichkeit, individuelle Klänge zu kreieren. Ganz toll klingt es z.B., wenn man das Gerät vor dem Clean-Kanal einschaltet, mit Gain- und Clean-Regler jeweils auf 12 Uhr. So hört man recht deutlich sowohl den Clean- als auch den Overdrive-Sound. Angezerrte Akkorde à la Tom Petty oder The Eagles klingen hiermit breit, lebendig und einfach inspirierend.

Diese Herangehensweise kann ebenfalls von Vorteil sein, wenn man gerne einen Overdrive vor dem Drive-Kanal einsetzt. Der Sparkle Drive bringt die Extra-Portion Crunch und Lautstärke mit, und dabei bleiben die Klarheit und die Dynamik des vorhandenen Sounds erhalten.

Mein Fazit: für die üblichen Tubescreamer-Anwendungen gibt es transparenter klingende Geräte auf dem Markt (manche davon sind sogar günstiger). Das stärkste Verkaufsargument des Voodoo Lab ist allerdings sein Feature, die Dry- und Wet-Signale zu mischen. Das macht den Sparkle Drive zu einem vielseitigen Tool für kreative Gitarrenarbeit.