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Nylon Picks im Vergleich – Teil 1

Gitarren-Blog

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Nylon Picks im Vergleich – Teil 1

Mihai Curteanu

Nylon ist zurecht eines der beliebtesten Materialien zur Herstellung von Gitarrenplektren: es lässt sich sehr leicht spielen, und es klingt immer warm und ausgewogen. Gitarristen, die Nylon-Picks benutzen, kennen aber auch ihre Nachteile: sie sind meistens nicht besonders griffig, nutzen sich relativ schnell ab und haben wenig „Click” im Anschlag. Allerdings gibt es inzwischen so viel Auswahl auf dem Markt, dass man sicherlich sein Lieblings-Nylonplektrum finden kann, wenn man das sucht.

In diesem Artikel beschäftigen wir uns erstmal mit den verbreitetesten und wahrscheinlich beliebtesten unter den Nylon-Picks: den Dunlops.

  • Dunlop Nylon 0.60mm – aus meiner Sicht das Einstiegsplektrum schlechthin. Sie spielen sich super leicht, klingen immer angenehm und sind sehr vielseitig. Dünnere Plektren würde ich höchstens blutigen Anfängern für die ersten Schritte empfehlen. Nach wenigen Monaten oder Wochen sollte man mindestens auf die 0,60mm-Stärke umsteigen, um seine Spielweise wirklich weiter zu verbessern.
  • Dunlop Nylon 0.73mm – hier haben wir es langsam mit „ernsthaften” Plektren zu tun. Dieses Pick klingt so typisch nach Nylon, dass man es als Referenz nehmen könnte: sehr warm, ziemlich mittig und etwas „verschwommen“. Für Strumming auf der Western-Gitarre eine richtig gute Wahl.
  • Dunlop Nylon 0.88mm – dieses Plektrum sehe ich oft bei fortgeschrittenen Akkustikgitarristen. Auch für E-Gitarristen oder Bassisten ist diese Stärke durchaus brauchbar (hier könnten die 1.00mm auch ein guter Tipp sein). Die 0,88mm sind lauter und bieten mehr Kontrolle als die anderen, haben allerdings noch weniger Click. Wenn man also diese schönen trockenen Höhen z.B. für Akustikgitarrenaufnahmen sucht, sollte man nicht unbedingt diese Plektren nehmen. Für den Live-Betrieb dagegen bekommen sie eine klare Empfehlung.
  • Dunlop Nylon Max Grip – haben eine geriffelte, griffigere Oberfläche – wie gut das funktioniert, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist aber, dass das Material etwas härter ist. Dadurch bekommen die Max Grip mehr von dem bei Nylon-Picks so oft vermissten Click. Klanglich sind diese für mich der Gewinner unter den Dunlops: die 0,73mm sind wunderbar für Strumming und für die Westerngitarre allgemein, und die 0,88mm eines der besten Allround-Plektren überhaupt.
  • Dunlop Match-Pik – sehr interessante Plektren: ein wenig kleiner als die anderen, und vor allem mit einer sehr glatten Oberfläche. Das mag der eine oder andere sogar griffiger finden (ich zähle selbst dazu). Vom Sound her allerdings nichts Neues, also fast identisch mit den normalen Nylons.
  • Dunlop Stubby Nylon – das sind richtig dicke Nylon Pleks mit sehr scharfer Spitze. Nichts für die Akustikgitarre, würde ich sagen, sondern gute Werkzeuge für akkurate E-Gitarrenarbeit.

Wer gerne und viel Akustikgitarre spielt, sollte ein paar Nylons zumindest mal probiert haben. Auch E-Gitarristen oder Bassisten könnten unter diesen ihr Lieblingsplektrum finden. Wie sonst immer in der Gitarrenwelt, sollte man nicht allzu viel Wert auf die Meinung anderer legen (auch nicht auf meine hier), denn Geschmäcker und Spielweisen sind einfach zu unterschiedlich. Das heißt: selbst testen und dabei die Finger und die Ohren entscheiden lassen.