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Nothing Is Easy

Gitarren-Blog

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Nothing Is Easy

Mihai Curteanu

„Nichts ist einfach” – das sage ich eigentlich ganz oft meinen Gitarrenschülern. Dass ich dabei selbst eher an einen Song von Jethro Tull denke, ahnt sicherlich keiner. Gut, die meisten meiner jungen Schüler wissen vermutlich nicht, wer Ian Anderson ist und was er so macht. Leider.

Es gibt kaum eine andere Band, die meine Jugend musikalisch so geprägt hat wie Jethro Tull. Und ich weiß gar nicht mehr genau, wie ich sie damals entdeckt habe, denn zu der Zeit stand ich eher auf Teenager-tauglichen Heavy Metal von Metallica und Iron Maiden. Nachdem ich in Ian Andersons verrückte Welt eingetaucht war, hörte ich Musik plötzlich anders. Und als ich mit dem Gitarrenspiel anfing, stand für mich „Thick As A Brick” auf der gleichen Motivationsstufe wie „Nothing Else Matters“ oder „Stairway To Heaven“.

Fast forward: etwa 15 Jahre später im alten römischen Amphitheater in Trier sehe ich zum ersten Mal ein Live-Konzert von Ian Anderson. Hier schließt sich der Kreis, und ich habe – genau wie früher – das Bedürfnis eine Playlist mit allen Jethro Tull Alben Tag und Nacht laufen zu lassen.

Dabei war ich am frühen Abend vor dem Konzert gar nicht so nostalgisch. Ich wusste nämlich nicht, was ich von dieser Show erwarten soll, denn aus dem ursprünglichen Jethro Tull ist schließlich nur Ian Anderson in der aktuellen Besetzung geblieben, und er ist auch nicht mehr der Jüngste. Dass die Band sich so hochprofessionell und gleichzeitig total charismatisch präsentiert, ist eine wunderbare Überraschung. Herr Anderson liefert ebenfalls ab, aber das dürfte niemanden mehr überraschen: der Mann ist ein musikalisches Genie und seine Monster-Persönlichkeit spürt man, sobald er einen Fuß auf die Bühne setzt. Es gab wenige Titel von dem neuen „Homo Erraticus”-Album und viele Jethro Tull-Klassiker: Living In The Past, Nothing Is Easy, Teacher, Too Old To Rock’n’Roll: Too Young To Die, Songs From The Wood, Thick As A Brick, Sweet Dream, My God, Aqualung usw.

Am Ende der Show hielt es keinen Menschen im Publikum mehr auf den Sitzen. Und man musste auch nicht lange auf das Encore warten, denn jeder wusste, dass man nicht nach Hause gehen kann, ohne „Locomotive Breath“ gehört zu haben.