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Typische Fehler im Umgang mit Gitarren: Saitenstärke wechseln

Gitarren-Blog

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Typische Fehler im Umgang mit Gitarren: Saitenstärke wechseln

Mihai Curteanu

Natürlich ist es nicht verboten, die Saitenstärke zu wechseln. Gitarristen experimentieren damit ja immer wieder gerne und vor allem Anfänger tun es öfter, bevor sie sich endgültig für ein Set entscheiden. Der eigentliche Fehler besteht darin, die Saitenstärke zu wechseln ohne die Halsspannung zu beachten und ggf. neu zu justieren.

Wir sprechen hier natürlich von Stahlsaiten und Gitarren mit einstellbarem Halsstab (truss rod). Der Halsstab einer elektrischen oder akustischen Gitarre erfüllt eine entscheidende Funktion: den Saitenzug ausbalancieren und den Hals möglichst gerade halten. Dieses Gleichgewicht ist allerdings sehr empfindlich, und die Halskrümmung verändert sich oft von selbst wegen Temperatur- oder Feuchtigkeitsschwankungen. Wechselt man die Saitenstärke und somit den Saitenzug, so ändert sich automatisch auch die Halskrümmung. Was passiert, wenn man das nicht entsprechend korrigiert?

Verschiedene Saitenstärken (string gauges) für Western-Gitarre

  • Beispiel 1. Man möchte dünnere Saiten auf seiner Western-Gitarre aufziehen, damit sie sich leichter spielen lässt. Obwohl die Gitarre ab Werk 11er-Saiten drauf hat, kauft man einen 10er-Satz und bespannt damit die Gitarre, ohne den Halsstab neu zu justieren. Durch die dünneren Saiten wird sich der Hals entspannen bzw. sich leicht nach hinten biegen. Zwar wird die Saitenlage tiefer und somit die Bespielbarkeit leichter, jedoch führt das oft auch zu starkem Saitenscheppern.
  • Beispiel 2. Man hört von anderen Gitarristen, dickere Saiten klängen besser. So reift schnell der Plan, sich einen 11er-Satz für die E-Gitarre zu besorgen, obwohl diese ab Werk mit 9er-Saiten bespannt wurde. Der zusätzliche Zug der 11er-Saiten wird den Hals deutlich mehr nach vorne biegen. Daraus resultieren in den meisten Fällen folgende Probleme: sehr hohe Saitenlage, recht schwere Bespielbarkeit und schlechte Intonation.

Man darf allerdings nicht davon ausgehen, die Truss-Rod-Einstellung sei „ganz easy” und man könne das schnell im Youtube oder in seinem Lieblings-Gitarrenforum lernen. Damit kann man als Anfänger mehr falsch als richtig machen, und ein misslungenes Experiment kann mit einem unbespielbaren Hals enden. Ein solches Setup sollte man definitiv einem Fachmann überlassen. Ansonsten: am besten herausfinden, was für Saiten auf der Gitarre ab Werk waren und bei der gleichen Stärke bleiben.