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Typische Fehler im Umgang mit Gitarren: Saiten zu selten wechseln

Gitarren-Blog

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Typische Fehler im Umgang mit Gitarren: Saiten zu selten wechseln

Mihai Curteanu

Dieses Problem betrifft vor allem Anfänger und ist eigentlich gut nachvollziehbar: die Saiten allein zu wechseln ist nicht einfach, wenn man es zum ersten Mal versucht oder nicht genau weiß, wie es geht. Um ganz ehrlich zu sein, die richtige Technik des Saitenwechselns beherrschen sogar manche fortgeschrittene Gitarristen nicht, denn auch hier gibt es einige Tricks (z.B. um die Stimmstabilität zu verbessern), die man nicht in Büchern oder Gitarrenforen findet. Und trotzdem: Saitenwechseln gehört zum Gitarrenspielen, und das sollte man möglichst früh lernen. Lasst es euch also von eurem Gitarrenlehrer oder einfach einem Gitarristen, dem ihr vertraut, beibringen. Üben muss man das sowieso selbst oft genug, bis man es richtig kann.

Sowohl bei Akustik- als auch bei E-Gitarren haben die Saiten einen maßgeblichen Einfluss nicht nur auf den Klang, sondern auch auf die Bespielbarkeit. Man kann durch die richtige Saitenwahl den klanglichen Charakter der Gitarre unterstützen oder leicht verändern. Je nach Spielweise können die Saiten auch das Spielgefühl verbessern bzw. manche Techniken erleichtern.

Um einen guten Gitarrensound zu behalten, müssen die Saiten regelmäßig gewechselt werden. Sie werden allein wegen der Luftfeuchtigkeit der Umgebung nach einiger Zeit ihre Klangeigenschaften verlieren. Natürlich ist vor allem das Gitarrenspiel mit einer unvermeidbaren Abnutzung der Saiten verbunden. Je nachdem, wie viel man spielt, bei welchem Klima die Gitarren gelagert werden und wie sehr man beim Spielen schwitzt, können die Saiten zwischen ein paar Wochen und mehreren Monaten halten. Manche Profis, die viel unterwegs spielen, wechseln ihre Saiten alle paar Tage oder sogar täglich. Das Gegenteil gibt es allerdings auch: gelegentliche Spieler, die z.B. beschichtete Saiten benutzen, haben manchmal nach mehreren Jahren immer noch brauchbare Saiten.

Schwarze Roststellen sind ein klares Zeichen: die Saiten müssen dringend gewechselt werden.

Spätestens, wenn schwarze Roststellen auf den Saiten auftauchen oder wenn sie zu „dumpf” klingen, ist es Zeit, sie zu wechseln. I.d.R. würde ich sagen, man sollte als Gitarrist, der regelmäßig spielt, spätestens nach einem halben Jahr die Saiten wechseln.

Dafür gibt es viele gute Gründe: auf alten Saiten kann man nicht gut spielen und noch weniger spielen lernen. Verrostete Saiten fühlen sich unangenehm an, erschweren die Spieltechnik, und man bekommt davon oft schwarze Fingerkuppen. Außerdem wird eine Gitarre mit abgespielten Saiten nie wirklich gut klingen und den Fortschritt belohnen. Gleichzeitig hört man die eigenen Fehler nicht mehr so deutlich und auf Dauer besteht die Gefahr, dadurch unsauberer zu spielen oder schlechte Gewohnheiten zu entwickeln.

Ein weiterer, oft unterschätzter Aspekt betrifft vor allem E-Gitarren und Western-Gitarren: verrostete Stahlsaiten sind wie kleine dünne Feilen. Spielt man zu lange damit, so werden die Bünde unnötig schnell abgenutzt (sie werden flacher und bekommen Kerben). Das verschlechtert die Bespielbarkeit, führt zu Saitenscheppern, und die Bünde müssen letztendlich von einem Gitarrenbauer abgerichtet oder sogar ersetzt werden.