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G7th Performance Capo

Gitarren-Blog

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G7th Performance Capo

Mihai Curteanu

Die Sache mit dem Nachstimmen

Ich kann mich noch an den Hype erinnern, als der G7th Capo damals auf den Markt kam: der erste Kapodaster, bei dem kein Nachstimmen nötig sei, hieß es. Furchtbar neugierig bestellte ich dann das Ding nur um das festzustellen, was ich eigentlich schon wusste: jeder noch so clevere Capo-Einsatz kann ein Nachstimmen wohl gut gebrauchen! Das liegt einfach in der Natur des Gerätes: der Kapodaster muss beim Klemmen genug Druck ausüben, damit die Saiten nicht scheppern, und dadurch werden die neu erzeugten Töne etwas höher als theoretisch erwartet.

Um eine saubere Stimmung wiederherzustellen, sollte man also nachstimmen, und zwar mit aufgesetztem Capo. Trotz des Klemmdrucks ist das problemlos möglich, allerdings eine zeitaufwendige Angelegenheit. Es gibt aber trotzdem gute Nachrichten für diejenigen, die unbedingt einen Capo mitten in der Setlist einsetzen müssen: bei einigen, wenigen Kapodastern ist dieser Verstimmungseffekt minimal und somit oft unauffällig. Unser Testkandidat gehört definitiv dazu.

G7th Performance Capo im Test

Der G7th Kapodaster verfügt über ein einzigartiges Klemmsystem. Es gibt keine Feder und keinen Hebelmechanismus. Man klemmt den Capo durch reine Fingerkraft auf die Saiten – es klingt einfach, aber es bedarf innerer Feinmechanik, damit das System spielfrei arbeitet. Und dadurch hat der G7th einen entscheidenden Vorteil: der Saitendruck wird durch die ausgeübte Fingerkraft selten zu hoch. Somit hält sich die Verstimmung wirklich in Grenzen.

Je nach Saitenstärke, Saitenlage und Halsmaßen übt z.B. ein Feder-basierter Kapodaster mehr oder weniger Druck auf die Saiten aus. Dadurch lässt sich der Verstimmungsgrad nicht bestimmen. Dagegen passt sich der G7th fast automatisch an seine Einsatzlage an, solange man mit der Klemmkraft nicht übertreibt.

Ein paar kleine Probleme hat der Performance Capo trotzdem. Bei recht dicken Saiten (z.B. 13er-Sätze für Westerngitarre) muss man vor allem in den ersten Bünden ordentlich Druck mit der Hand ausüben, damit der Capo schepperfrei arbeitet. Und auf einer 12-saitigen Gitarre funktioniert dieser G7th schon mal gar nicht, selbst wenn man ihn mit beiden Händen bedient.

Fazit: ich würde den G7th allen Akustikgitarristen oder Singer-Songwritern, die häufig zwischen Standard-Tuning und Capo-Tunings wechseln müssen, wärmstens empfehlen. Für solche Situationen ist der G7th Performance Capo gegenüber traditionellen Feder-Capos i.d.R. die bessere Wahl. Man sollte allerdings die Vorteile dieses Systems doch mit Vorsicht genießen, denn gegen die Physik ist jeder Kapodaster auf dem Markt machtlos: auch bei dem G7th ist ein minimales Verstimmen der Saiten ohne Zweifel nicht zu vermeiden.