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Fender Fatfinger Guitar

Gitarren-Blog

Gitarren-Blog: Testberichte zu Gitarren-Equipment, Interviews, Storys, Tipps u.v.m.

Fender Fatfinger Guitar

Mihai Curteanu

Als ich von dem Fender Fatfinger gehört habe, konnte ich mir auf den ersten Blick den Sinn eines solchen Zubehörs einfach nicht erklären. Was zur Hölle hat sich Fender dabei gedacht (außer, dass man damit Geld verdienen kann)? Mittlerweile durfte ich den Fatfinger selbst testen, aber die ursprüngliche Ratlosigkeit bleibt bestehen.

Kurze Einleitung: der Fender Fatfinger ist eine relativ schwere Metallklemme, die man an der Gitarrenkopfplatte befestigt (es gibt übrigens auch eine Version für Bässe). Laut Fender wird dadurch der Klang jeder Gitarre (Sustain, Saitentrennung, Lautstärke) verbessert und eventuelle Dead-Spots werden behoben. Man muss kein Gitarrenexperte sein, um zu ahnen, dass diese Beschreibung wenig Sinn ergibt. Wenn etwas mehr Masse an der Kopfplatte solche Wunder bewirken soll, warum haben dann nicht mehr Gitarren von vorneherein große, schwere Kopfplatten? Die Antwort ist logisch und offensichtlich: eine Gitarre mit mehr Masse an der Kopfplatte klingt nicht wirklich besser, ist aber mit Sicherheit… kopflastig!

Zum Thema Klang kommen wir später zurück. Stellen wir uns zunächst als kleines Gedankenspiel vor, dass der Fatfinger doch eine hörbare Klangverbesserung bewirkt. Was dann? Sollte man dafür die unangenehme Kopflastigkeit in Kauf nehmen? Und wer will schon mit einem solchen hässlichen Klotz an der Gitarre auf der Bühne stehen? Ok, so mancher denkt sich bestimmt: vielleicht kann man seine Gitarre im Tonstudio mit dem Fatfinger ausrüsten, um das Beste herauszuholen… Sorry, Jungs, aber gerade im Studio ist man mit improvisiertem Kram fehl am Platz. Hier zählen eigentlich nur richtig gute Instrumente.

Dennoch bin ich überzeugt davon, dass es Gitarristen gibt, die laut und stolz behaupten werden: „Ja, aber ich hab’ den Unterschied gehört!”. Das ist Okay, man darf ja glauben, was man möchte, und sicherlich kann man 30€ für noch sinnlosere Sachen ausgeben. Ich für meinen Teil gebe mich geschlagen: mir fällt nichts ein, wofür der Fatfinger zu gebrauchen sein könnte. Keine Ahnung, was Fender sich dabei gedacht hat, als sie dieses Produkt auf den Markt gebracht haben. Gewinn machen werden sie damit vermutlich trotzdem.

PS. Und wie war das noch mal mit dem Klang? Nun, wie erwartet passiert hier kein Wunder. Eigentlich passiert bei den meisten Gitarren kaum etwas. Egal, ob Western- oder E-Gitarre und unabhängig davon, wo man den Fatfinger platziert, ist der Klangunterschied unerheblich und in den meisten Fällen einfach nicht hörbar. Ich befürchte, dass das einzige Kaufargument für den Fatfinger eher im Bereich der eigenen Einbildung zu finden sein wird.