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Elixir Nanoweb Bronze

Gitarren-Blog

Gitarren-Blog: Testberichte zu Gitarren-Equipment, Interviews, Storys, Tipps u.v.m.

Elixir Nanoweb Bronze

Mihai Curteanu

Über die Jahre habe ich die Elixir-Saiten anderen Gitarristen und meinen Gitarrenschülern immer wieder empfohlen. Und ich werde das weiterhin gerne tun, auch wenn ich es nicht leicht habe, die Frage zu beantworten: „Wenn die Elixir so gut sind, warum benutzt du sie selbst nicht?”. Meine Vorliebe bezüglich Gitarrensaiten ist allerdings nicht das Wichtigste hier, also kommen wir erst später zu dieser Frage zurück. Für dieses Review habe ich mir nämlich etwas anderes überlegt. Anstatt meine Eindrücke hier niederzuschreiben, werde ich direkt die Plus- und Minuspunkte auflisten, bzw. die Gründe erklären, warum man die Westerngitarrensaiten von Elixir bevorzugen könnte oder eben nicht.

Was spricht für die Nanowebs?

Ohne überhaupt irgendwelche Kriterien zu erwähnen sei es von vorne herein schon mal gesagt: wenn man den Klang und das Spielgefühl dieser (oder irgendwelcher anderen) Saiten gut findet, dann ist eben alles gut. Man braucht sich keine weiteren Gedanken darüber zu machen, was ich oder jemand anderes sagt oder schreibt. Vertraut also euren Ohren und Fingern!

  • Der größte Pluspunkt bei allen Elixir-Saiten ist wahrscheinlich ihre Haltbarkeit. Die Nanoweb-Beschichtung schützt das Metall vor Korrosion und Luftfeuchtigkeit und lässt die Saite ggf. bis zu mehreren Monaten oder sogar länger wie am ersten Tag klingen. Es gibt zwar mittlerweile Coated Strings auf dem Markt wie Sand am Meer, aber kein anderer Hersteller kommt in puncto Haltbarkeit an die Elixir wirklich heran. Diese Saiten werden nicht umsonst von unzähligen Profis bevorzugt.
  • Besonders für Gitarristen mit starkem Handschweiß sind die Nanowebs also eine sehr gute Lösung, vielleicht sogar die beste. Wenn ihr bei normalen Saiten schon nach wenigen Tagen Spielzeit Roststellen beobachten könnt, dann ist es nur vernünftig beschichtete Saiten auszuprobieren.
  • Auch Hobbygitarristen, die eher selten zum Spielen kommen, dürften von der Kunststoffbeschichtung der Elixir profitieren. Normale unbeschichtete Saiten sind empfindlich gegenüber Luftfeuchtigkeit und werden oft innerhalb weniger Monate fast von alleine „alt”, d.h. sie verlieren langsam die Brillanz und fühlen sich „rauer” an. Dieses Problem hat man mit Elixir nicht.
  • Durch die Plastikbeschichtung fühlen sich diese Saiten sowohl beim Akkord- als auch Solo-Spiel sehr geschmeidig an. Auch Saitengeräusche gibt es deutlich weniger als bei unbeschichteten Saiten.

Der Sound der Elixir Nanoweb Bronze ist sehr ausgewogen, mit gesunder Brillanz, kräftigen Bässen und eher milden Höhen. Viele Gitarristen berichten, sie klängen wie bereits eingespielte unbeschichtete Saiten – das sehe ich übrigens ähnlich. Dadurch eignen sich die Elixir-Saiten besonders für hell klingende Instrumente (Taylor-Gitarren werden z.B. ab Werk immer mit Elixir-Saiten bespannt).

Gibt es Gründe, die Elixir nicht zu mögen?

Natürlich. Sie sind definitiv nicht das letzte Wort in Sachen Westerngitarrensaiten. Nicht für alle Spieler zumindest. So gut wie die Beschichtung als Korrosionschutz funktioniert, so wenig kann sie einem starken Anschlag mit dickem Plektrum standhalten. Für Gitarristen, die eine solche Spielweise praktizieren, lohnt sich die Investition eher weniger. Die Beschichtung blättert nämlich nach kurzer Zeit ab, und an diesen Stellen werden die Elixir von Luftfeuchtigkeit und Handschweiß angegriffen. In einem solchen Fall halten sie nicht viel länger als unbeschichtete Saiten.

  • Das extra geschmeidige Spielgefühl kann für manche Gitarristen zu viel des Guten sein, denn je nach Hauttyp und Handschweiß können die Elixir zu rutschig werden.
  • Wer einen möglichst detailreichen Akustikgitarren-Sound mit starkem „Click“ und vielen Obertönen mag, dürfte andere Saiten (meistens unbeschichtete) den Elixir vorziehen. Auch bei sehr warm klingenden Instrumenten liefert Elixir nicht immer das beste Ergebnis. Es nutzt ja niemandem etwas, dass die Saiten ein halbes Jahr halten, wenn sie die gewünschte Brillanz von Anfang an nicht liefern. Dieser Aspekt ist natürlich vom jeweiligen Instrument und der eigenen Spielweise abhängig. Mit welchen Saiten sich die beste Kombination ergibt, muss jeder selbst ausprobieren und entscheiden.
  • Ob der Preis ein Plus- oder Minuspunkt ist, ist ebenfalls von Fall zu Fall unterschiedlich. Bei vielen Gitarristen halten die Elixir tatsächlich lang genug, um ihren recht hohen Preis zu rechtfertigen. Wenn man jedoch sehr viel spielt und/oder die Saiten hart anschlägt, dann relativiert sich die Haltbarkeit und das Preis-Leistungsverhältnis, sodass die teuren Elixir sich ggf. nicht mehr lohnen.

Obwohl ich persönlich die Elixir wirklich mag, benutze ich sie aus Kostengründen nicht. Bei mehreren Stunden täglicher Spielzeit klingen die Elixir für meinen Geschmack nach zwei, spätestens drei Monaten einfach zu „dumpf”. In dieser Zeit würde ich statt eines Elixir-Satzes zwei unbeschichtete Sets benötigen, die insgesamt immer noch günstiger sind.