Contact Us

Use the form on the right to contact us.

You can edit the text in this area, and change where the contact form on the right submits to, by entering edit mode using the modes on the bottom right. 

Staigerstr. 7
70499 Stuttgart
Germany

+49 172 6937722

Gitarrenunterricht und Ukulele-Unterricht in Stuttgart | Kurse, Workshops und Events für Anfänger und Fortgeschrittene | Lernen Sie Gitarre, Bass oder Ukulele!

Dunlop Tortex – der moderne Klassiker

Gitarren-Blog

Gitarren-Blog: Testberichte zu Gitarren-Equipment, Interviews, Storys, Tipps u.v.m.

Dunlop Tortex – der moderne Klassiker

Mihai Curteanu

Während eines meiner häufigen Trips nach Münster habe ich vor kurzem einen kleinen Gitarrenladen besucht, um ein bisschen Zeit totzuschlagen. Aus der gleichen Langeweile (und ein wenig Neugier) heraus fragte ich den Verkäufer, was für Zelluloid-Plektren sie da hätten. Die Antwort war ziemlich unerwartet: „Zelluloid? Was sind das für Plektren?”. Sie hatten wohl keine da, aber die traurigere Wahrheit ist: Zelluloid ist am Verschwinden. Dieses Material war jahrzehntelang die erste Wahl für Gitarrenplektren und wird natürlich heute immer noch von unzähligen Profis geschätzt, aber seine besten Tage sind langsam vorbei.

Zurück in den Gitarrenladen, wo ich anstatt Zelluloid ein paar Dunlop Tortex nehme, in einer Stärke, die ich noch nicht probiert hatte: „Aaahh, der Klassiker!“ bemerkt der Verkäufer zufrieden. Der Typ hatte zwar wenig Ahnung von Gitarrenplektren, aber liegt wahrscheinlich trotzdem richtig: Zelluloid war früher der Klassiker, Tortex ist heute der moderne Klassiker.

Vielleicht keine so schlechte Sache, die Tortex-Picks sind nämlich super. Dieses Material ist sehr hart, klingt dennoch unglaublich ausgewogen. Genau diese Eigenschaft ist auch dem Zelluloid zuzuordnen. Beide Kunststoffe übertönen nichts, schlucken nichts, haben genug „Click” und lassen sich sehr leicht spielen. Die Haptik ist allerdings unterschiedlich: während Zelluloid ganz glatt ist, fühlen sich die Tortex-Plektren ein wenig rau, fast gummiartig an. So was muss man mögen, und das tun tatsächlich jede Menge Gitarristen. Den Tortex-Sound zu beschreiben, fällt mir gerade wirklich schwer. Sie haben eben keine ausgeprägten klanglichen Eigenschaften und wirken sogar im Vergleich zum Zelluloid irgendwie „neutral”. In meinem Kopf ist das eigentlich was Positives, denn so kommt der eigene Anschlag und die eigene Spielweise unverfälscht durch.

Weitere Pluspunkte: Tortex ist langlebig, für Akustik- genau so gut geeignet wie für E-Gitarre, und in vielen verschiedenen Stärken und Shapes verfügbar: Normalform, TIII, Jazz, Sharp, Tear Drop, Triangle, Wedge etc. Gute Empfehlungen bekommt es auch von Typen wie Slash, John Mayer, Doug Aldrich, John Frusciante, Mick Taylor, Warren Haynes, Tom Morello, Tim Pierce und die Liste endet sicherlich nicht hier.