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Dunlop Max-Grip Jazz III

Gitarren-Blog

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Dunlop Max-Grip Jazz III

Mihai Curteanu

Die roten Dunlop Jazz III Nylon bleiben zwar weiterhin der Maßstab in der Liga der kleinen Jazz-Plektren, doch gleichzeitig häufen sich auch die Beschwerden. Die Qualität lässt in den letzten Jahren leider ein bisschen nach, und das fällt den meisten Profis und Jazz III-Anhängern schon auf: das Material ist vermutlich weicher geworden und die Kanten sind unsauber verarbeitet. Okay, so schlimm ist das alles nicht, man kann das Pick mit einer Nagelfeile schnell fit machen. Doch für manche Gitarristen fängt hier die Suche nach einem neuen Fabrikat an, bei dem alles passt.

Die naheliegendste Alternative stammt eigentlich auch von Dunlop und nennt sich Max-Grip Jazz III. Es gibt wie beim Original zwei Nylon-Varianten: rot und schwarz (Stiffo). Dazu hat sich Dunlop noch etwas Besonderes einfallen lassen: die Max-Grip Jazz III Carbon Fiber.

  • Legen wir dann los mit den roten Max-Grip Nylons. Offensichtlich verfügen diese Plektren über eine clever designte geriffelte Oberfläche, die das Verrutschen des Plektrums während des Spielens verhindern soll. Für viele ist dieses Feature der Kaufgrund schlechthin. Diejenigen, die mit den normalen Jazz III jahrelang zurecht gekommen sind, werden wahrscheinlich weniger enthusiastisch diesbezüglich sein. Eine weitere, klare Veränderung bei den ganzen Max-Grip-Modellen ist das Material. Wir haben es hier – aus welchen Gründen auch immer – mit einer anderen Nylon-Komposition als beim Original zu tun. Das Nylon der Max-Grip-Plektren ist etwas härter und besitzt eine fast matte Oberfläche. Die Verarbeitung der Kanten ist zwar besser als die der normalen Jazz III, aber immer noch nicht makellos. Durch die erhöhte Steifigkeit verändern sich natürlich das Handling und der Sound. Ersteres nur unwesentlich, zweiterer ziemlich deutlich: bessere Saitentrennung, „knackigererˮ Attack und insgesamt etwas mehr Lautstärke und Klarheit. Sehr schön finde ich, dass die wunderbare klangliche Balance des Originals immer noch zu 100% erhalten ist.
  • Zweiter Kandidat: das schwarze Max-Grip Jazz III Stiffo. Dieses Pick bietet ein sehr ähnliches Spielgefühl wie das rote Max-Grip, aber mit ein wenig mehr Höhen im Sound. Das bedeutet konkret: schärfere Saitentrennung und minimal erhöhte Attack-Reserven. Besonders stark finde ich das schwarze Jazz III für Metal-Riffs – egal ob downtuned oder nicht. Dafür klingt es nicht ganz so fett wie das Rote bei Soli in den hohen Lagen. Aber ihr wisst ja: man kann nicht alles haben.
  • Das Carbon Fiber Jazz III sorgt für leichte Verwirrung: es hat zwar noch mal stärkere Höhen als die Stiffo-Variante, allerdings wirkt es überraschenderweise weniger klar und aufgeräumt. Das steinharte Carbon-Fiber-Material produziert neben der auffälligen Brillanz auch recht dichte Mitten – dieses Klangbild muss man mögen. Die dynamischen Carbon Fibers gefallen mir unheimlich gut für Soli, aber für Rhythmusgitarre oder als All-Round-Pick finde ich die Nylons einfach angenehmer. Geschmackssache eben.

Empfehlenswert? Das kommt natürlich darauf an, ob man Jazz-III-Typ ist oder nicht. Wenn ja, dann definitiv empfehlenswert, denn die Max-Grip Plektren bieten das gewohnte Jazz-III-Spielgefühl mit einem für viele Gitarristen sicherlich besseren Grip. Möglicherweise ist eine der drei neuen Klangfarben, die hier geboten werden, ebenfalls ein Gewinn.