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Dunlop Gator Grip

Gitarren-Blog

Gitarren-Blog: Testberichte zu Gitarren-Equipment, Interviews, Storys, Tipps u.v.m.

Dunlop Gator Grip

Mihai Curteanu

Die ersten Dunlop Gator Grip Plektren habe ich vor etwa 12 Jahren benutzt, als ich regelmäßig in der Fußgängerzone Gitarre spielte. Wenn man draußen Musik macht, dann spielt man automatisch viel härter, und meine Nylon-Plektren waren damals nach einer einzigen „Session” meistens so abgespielt, dass ich sie gleich wegschmeißen musste. Die Gator Grips konnten dagegen dem harten Anschlag viel besser standhalten und klangen sogar im abgespielten Zustand weiterhin gut.

Viele Jahre später bekam ich zwei solche Dunlop-Picks direkt aus der Country-Welthauptstadt Nashville, Tennessee geschenkt. Diese lagen lange Zeit in meiner Sammlung, bis ich sie vor kurzem aus Neugier wieder rausholte und feststellte, dass sie in der Country-Szene nicht umsonst so beliebt sind. Dank einer rauen Textur fühlen sie sich griffig an, und die etwas kleinere Normalform finde ich sehr angenehm. Der Sound der Gator Grip Plektren ist eher warm, besitzt jedoch die erstaunliche Eigenschaft, so gut wie nie eine gewisse Klarheit zu verlieren. Es ist tatsächlich eine dieser seltenen Kombinationen von „warm“, aber trotzdem „hell genug“. Das passt besonders gut zu Single-Coil-Gitarren, bei denen man damit einen ordentlichen „Twang” hinbekommt, der nie schrill wird. Humbucker-Gitarren verhelfen die Gator Grips ebenfalls zu einem definierteren, „knackigeren” Attack.

Insgesamt finde ich diesen Kunststoff sogar etwas ausgewogener im Klang als Zelluloid: die Bässe sind weniger kratzig und die Höhen etwas präsenter als bei den meisten Zellu-Plektren. An Mitten mangelt es auch nicht, sodass bspw. bei Aufnahmen im Tonstudio die Gitarren-Tracks immer gut im Mix sitzen dürften.

Eine weitere Eigenschaft, die sehr wenige Picks besitzen, ist die, gut zu klingen, selbst wenn die Kanten langsam abgespielt sind. Zelluloid-Plektren verlieren z.B. mit der Zeit ihren warmen Klang und werden immer kratziger. Bei Delrin-Picks passiert das Gegenteil: sie verlieren schnell ihre Höhen und werden auf Dauer immer „dumpfer”. Bei den Dunlop Gator Grip kann ich klanglich kaum eine Veränderung feststellen, auch wenn die Kanten vom Spielen deutlich abgerundet sind. Das ist offensichtlich von großem Vorteil, denn es heißt nicht nur, dass man Geld spart, sondern noch viel wichtiger: man kann sich auf das Plektrum auch bei harter Spielweise und langen Sessions verlassen.