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Gitarren-Blog

Gitarren-Blog: Testberichte zu Gitarren-Equipment, Interviews, Storys, Tipps u.v.m.

Gitarren-Mechaniken befestigen

Mihai Curteanu

Ich bekomme immer wieder Gitarren zum Einstellen, bei denen ich erstmal nicht schlecht staune. Häufig sind die Mechaniken so lose, dass sie fast von der Kopfplatte abfallen. Man muss kein Profi sein um nachvollziehen zu können, wie problematisch dieser Zustand ist: je lockerer die Mechaniken, umso weniger stimmstabil die Gitarre.

Durch das ständige Drehen beim Stimmen und den erheblichen Zug der Saiten werden die Tuner nach einiger Zeit nicht mehr optimal an der Kopfplatte befestigt sein. Es gibt i.d.R. zwei Schraubensätze, die die Mechaniken festhalten: vor der Kopfplatte und/oder hinter der Kopfplatte. Manchmal werden die Flügel auch mit Schrauben an deren Drehachsen befestigt. Diese dürfen ebenfalls nicht zu locker sein. Es empfiehlt sich also regelmäßig den Zustand der Mechaniken zu prüfen und ggf. Folgendes zu tun:

Gitarren-Mechaniken befestigen - Bild 1

Bild 1. Am wichtigsten sind die großen Schraubenmuttern, die die Tuner auf der Vorderseite der Kopfplatte befestigen. Diese gibt es allerdings nicht bei allen Gitarrenmodellen (Vintage-Style-Mechaniken weisen solche Schrauben meistens nicht auf). Falls vorhanden, sollten diese Schrauben beim Saitenwechsel mit einem hexagonalen Maulschlüssel (i.d.R. 10mm) nachgezogen werden. Achtung: nicht übertreiben! Bei zu starkem Anziehen kann der Lack auf der Kopfplatte beschädigt werden!

Gitarren-Mechaniken befestigen - Bild 2

Bild 2. Als nächstes schaut man sich die Hinterseite der Kopfplatte an: bis auf wenige Ausnahmen gibt es auch hier kleine Schrauben zur Befestigung der Mechaniken. Diese sind i.d.R. relativ stabil und müssen nur alle paar Jahre geprüft und ggf. mit einem passenden Kreuz-Schraubenzieher leicht angezogen werden. Vorsicht ist auch hier geboten: die kleinen Gewinde im Holz können bei zu viel Kraftaufwand schnell rundgedreht werden, und dann halten die Schrauben gar nicht mehr.

Gitarren-Mechaniken befestigen - Bild 3

Bild 3. Letzter Schritt des Mechaniken-Checks: die Flügel. Sollten die Mechaniken beim Drehen recht leichtgängig sein, so sollte man die Befestigungsschrauben der Flügel – falls vorhanden – vorsichtig nachziehen. Dabei ist es wichtig, dass man die Gitarre sicher z.B. auf einen Tisch oder eine flache Oberfläche legt, denn für diesen Job braucht man beide Hände: eine hält den Flügel und die andere bedient den Schraubenzieher. Dreht man die kleinen Flügelschrauben zu fest, so werden die Mechaniken recht schwergängig, was beim Neubesaiten ziemlich unangenehm sein kann.

Allgemein sollte man sich folgende Faustregel für den Umgang mit Gitarren gut merken: wenn man großen Kraftaufwand betreibt, dann macht man höchstwahrscheinlich gerade etwas falsch!

Das korrekte Einstellen des Stopbars

Mihai Curteanu

Eine Tune-o-Matic Bridge besteht aus zwei Hauptkomponenten: der Brücke selbst und dem Stopbar (auch Stoptail oder Stoptail Piece genannt). Durch die Justierung der Bolzen am Steg (bridge studs) stellt man die Saitenlage höher oder tiefer ein. Der Stopbar hält natürlich die Saiten fest, aber hier gibt es auch justierbare Bolzen. Was bewirkt also die Höhe des Stoptails und wie stellt man diese richtig ein?

Über dieses Thema machen sich wenige Gitarristen Gedanken. Teilweise zurecht, denn bei der Justierung des Stopbars kann man schließlich nicht viel falsch machen, und eine Regel zur korrekten oder gar optimalen Einstellung gibt es auch nicht. Doch dieser Aspekt hat einen nicht unerheblichen Einfluss sowohl auf die Bespielbarkeit als auch auf den Ton einer E-Gitarre. Und kleine Fehler können auch auftreten.

Stoptail-Piece mit verkratzten Bolzen

Typische Fehler im Umgang mit dem Stoptail

Das mit Abstand am häufigsten vorkommende Problem hat mit einem sonst harmlosen Werkzeug zu tun. Nimmt man einen Schraubenzieher zur Justierung des Stopbars, so wird die Chrom- oder Nickel-Beschichtung der dazugehörigen Bolzen sofort beschädigt. Auch wenn man ein Stück Stoff dazwischen legt, werden sich leichte Dellen nicht ganz vermeiden lassen. Was tun? Improvisieren! Man braucht für diesen Job ein flaches Stück Holz oder Kunststoff - nur kein Metall. Ich benutze dafür z.B. dicke Plektren, die ich an einer Seite gerade gefeilt habe. Natürlich hält so ein improvisiertes Werkzeug nicht ewig, aber lieber beschädigt man ein kleines Plektrum als seine Gitarre.

Auch nicht selten verrutscht der Stoptail beim Neubesaiten und beschädigt den Lack der Decke. Bei Gitarren mit Tune-o-Matic Bridge empfiehlt sich das Absichern der Brücke und des Stoptails z.B. mit Kreppband, bevor man die Saiten wechselt.

Und nicht zuletzt: um das Gewinde und die Bolzen zu schonen sollte man die Einstellung des Stoptails nie mit angespannten Saiten durchführen!

Schonendes "Werkzeug" zum Einstellen des Stopbars: gerade gefeilte Plektren

Das Setup

Wir kommen nun zum Setup. Hier kann man nicht wirklich über eine optimale Einstellung reden, sondern eher von mehr oder weniger geeigneten Setups. Die Justierbarkeit des Stopbars hat eine konkrete Funktion, die man als allererstes nachvollziehen können sollte. Es gelten folgende Prinzipien:

  • Je höher der Stopbar, umso lockerer fühlen sich die Saiten beim Bending an. Das Gegenteil gilt ebenfalls: schraubt man den Stoptail weiter herunter, so werden sich die Saiten immer strammer anfühlen. Die Unterschiede sind zwar minimal, doch für viele Gitarristen spürbar.
  • Je tiefer der Stopbar, umso mehr Sustain bekommt die Gitarre. Das ist eigentlich der Hauptgrund dafür, dass man diese Komponente der Tune-o-Matic-Brücke überhaupt justieren kann. Die Saitenlage stellt jeder natürlich nach seinem Bedarf ein, und der Stoptail sollte daran angepasst werden, um der Gitarre einen möglichst stabilen, Sustain-reichen Ton zu verleihen.
  • Je höher der Stopbar, umso heller und obertonreicher wird der Ton. Man kann also den Stopbar tatsächlich zum Sound-Feintuning „missbrauchen”. Es gilt ebenfalls: je tiefer der Stoptail, umso wärmer und stabiler der Ton.

Papiertest bei tiefer Einstellung des Stopbars: die Saiten dürfen die Bridge-Kante nicht berühren!

Konkrete Ratschläge für die Einstellung

Wie ihr bereits gemerkt habt, haben sowohl tiefere als auch höhere Setups des Stopbars ihre Vor- und Nachteile. Die „richtige” Einstellung ist von der jeweiligen Gitarre und den Präferenzen des Spielers abhängig. Eins ist aber trotzdem klar: man sollte Extreme vermeiden.

Das bedeutet konkret: ist der Stopbar zu hoch, so kann der Winkel der Saiten hinter der Bridge (break angle) möglicherweise zu flach werden. Dadurch entsteht Saitenscheppern an den Bridge-Kerben, und manche Saiten können schrill klingen. Eine zu hohe Einstellung des Stoptails verursacht außerdem einen hörbaren Sustain-Verlust.

Stellt man den Stopbar zu tief ein, so kann der Winkel der Saiten hinter der Bridge zu steil werden und es können bei vielen Gitarren manche Saiten auf der Bridge-Kante aufliegen. Das kann in Einzelfällen zu seltsamen Obertönen führen oder die Stimmstabilität verringern.

Meine Empfehlung: schraubt den Stoptailpiece so tief runter, wie die Gitarre das erlaubt. Das heißt also, dass keine Saite auf der Kante der Brücke aufliegen darf. Zur Prüfung braucht man lediglich ein ganz dünnes Stück Papier.

Wie reinige ich meine Gitarre?

Mihai Curteanu

Zwei Dinge sollte jeder Gitarrist (auch Anfänger!) wissen: wie man seine Gitarren lagert, und wie man sie reinigt. Es ist z.B. nicht immer einfach, eine Gitarre korrekt einzustellen, deshalb geht man dafür meistens zu einem Gitarrenbauer oder Gitarrentechniker. Aber lagern und reinigen muss man die Gitarre schon selbst, also wäre es wohl besser, wenn man dabei keine Fehler macht.

Fehler ist leider das Stichwort hier, denn genau bei solchen scheinbar banalen Aufgaben machen viele Gitarristen nicht unbedingt alles richtig. Bei der Lagerung muss man vor allem die Raumtemperatur und -feuchtigkeit ständig überwachen und regulieren. Diesen Aspekt erwähne ich sehr oft, denn Temperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflussen nicht nur den Zustand des Instrumentes, sondern auch den Sound und die Bespielbarkeit. Heute befassen wir uns weiter mit der Reinigung der Gitarre und einigen verbreiteten Missverständnissen zu diesem Thema.

Verschiedene Gitarren-Putztücher

Was brauche ich?

Nicht viel eigentlich: ein Gitarren-Putztuch oder ein Mikrofasertuch und eine Gitarrenpolitur wie z.B. Gibson Pump Polish oder Dunlop Formula 65 Guitar Polish & Cleaner.

Wie geht das?

Wenn die Gitarre nur verstaubt oder leicht verschmutzt ist, kann man sie normalerweise mit einem Mikrofasertuch trocken reinigen. Der Vorteil ist, dass man im Grunde überall wischen darf, d.h. sowohl lackierte als auch unlackierte Stellen, sowie Metallteile. So kann man den Job schnell erledigen und nicht viel falsch machen.

Sollte die Gitarre jedoch sehr schmutzig sein, dann nimmt man ein Gitarren-Putztuch oder Mikrofasertuch und befeuchtet dieses mit ein wenig Gitarrenpolitur. In diesem Fall sollte man vorsichtig sein und nur lackierte Stellen feucht wischen, d.h. Korpus, Decke, Halsrückseite oder Kopfplatte. Wenn man das beachtet und nicht zu fest reibt, dann ist alles schnell sauber.

Was muss ich vermeiden?

Bei den Mikrofaser- oder Putztüchern sollte man nicht um jeden Preis sparen. Kauft keine solchen Tücher im Supermarkt! Diese sind für den Haushalt gedacht, und dementsprechend ist der Stoff oft rauer als er sich anfühlt. Das kann bei empfindlichen Lackierungen tatsächlich feine Kratzer verursachen. Küchentücher oder Papiertücher sollte man definitiv vermeiden - damit sind „Polierkratzer” garantiert. Die beste Wahl sind solche Poliertücher, die speziell für Musikinstrumente gedacht sind.

Mikrofasertuch von Planet Waves

Auch wenn man mit einem sehr feinen Tuch arbeitet, können immer noch Polierkratzer auftreten. Das liegt an dem Staub, Schmutz oder sogar den Metallkörnchen, die sich oft auf der Gitarre befinden. Achtet also darauf, dass das Tuch selbst sauber ist und schüttelt dieses vor und während des Wischens kräftig aus.

Genau wie bei den Poliertüchern sollte man bei der Wahl der Politur nicht improvisieren. Reinigungsmittel für den Haushalt oder Möbelpolitur können z.B. manche Lacke angreifen - damit macht man also mehr falsch als richtig. Zur Not reicht eigentlich auch ein wenig Wasser, wenn die Gitarre hochglanzlackiert ist. Optimalerweise sollte man nur geeignete Gitarrenpolitur nehmen. Damit sollte man nur das Poliertuch befeuchten und nicht die Gitarre direkt besprühen.

Weder Wasser noch Gitarrenpolitur darf auf offenporigem Holz (z.B. Griffbrett, Akustikgitarrenstege etc.) oder Metallteilen (Mechaniken, E-Gitarrenstege, Knöpfe etc.) verwendet werden. Wenn das aus Versehen passiert, dann die entsprechenden Stellen schnell trocken wischen und evtl. für ein paar Sekunden warm föhnen.

Tipps zur Gitarrenpflege: Griffbrett ölen und reinigen – Teil 4

Mihai Curteanu

Unlackierte Ahorn-Griffbretter

Wir haben uns bisher mit den verbreitetsten Griffbrettarten und deren geeigneter Behandlung befasst: Palisander-Fretboards und lackierte Maple-Fretboards. Unlackierte Ahorn-Griffbretter findet man relativ selten. Manche Squier- oder Yamaha-Einsteigermodelle sowie Profi-Instrumente von MusicMan oder Charvel haben solche Griffbretter. Das Spielgefühl auf dem fast rohen Ahornholz wird von vielen Gitarristen bevorzugt, allerdings ist ein solcher Hals auch ziemlich empfindlich gegenüber Feuchtigkeitsschwankungen und braucht deshalb eine spezielle Pflege.

Bestens geeignet für die Behandlung unlackierter Ahorn-Griffbretter: Tru-Oil und Gun Stock Wax von Birchwood Casey

Entgegen der landläufigen Meinung bringt normales Griffbrettöl oder Lemon Oil im Falle eines unlackierten Maple-Boards eher wenig. Ahorn ist ein dichtes, nicht poröses Holz, und das Lemon Oil kann hier nicht gut einziehen. Stattdessen empfiehlt sich so genanntes Schaftpflegeöl, auch bekannt als Tru-Oil. Dieses spezielle Öl trägt man mit einem weichen Stofftuch auf, lässt es 5 bis 10 Minuten einziehen, und danach wischt man den Überfluss weg. Sollte der ganze Hals unlackiert sein - wie es eigentlich meistens der Fall ist - so kann man natürlich auch die Rückseite behandeln.

Das Tru-Oil ist auch für entlackte Hälse, wie z.B. bei vielen Fender Custom Shop Relic Gitarren, das geeignete Pflegemittel. Nach dem Ölen sollte man das Griffbrett und ggf. den Hals mit Gun Stock Wax wachsen, um das Holz zu versiegeln und gegen Feuchtigkeit zu schützen. Von beiden erwähnten Produkten braucht man pro Behandlung nur sehr geringe Mengen.

Tipps zur Gitarrenpflege: Griffbrett ölen und reinigen – Teil 3

Mihai Curteanu

Lackierte Ahorn-Griffbretter

Diese findet man schon immer u.a. bei den meisten Telecaster- und auch recht vielen Stratocaster-Gitarren. Eigentlich werden fast alle Ahorn-Griffbretter lackiert, sonst würde dieses helle Holz schon nach kurzer Zeit schmutzig aussehen. Egal, ob mit Nitro- oder Polyurethan-Lack versehen, ist ein solches Griffbrett praktisch komplett versiegelt, und das macht jede Art von Lemon Oil oder Griffbrettöl vollkommen nutzlos (wenn auch normalerweise harmlos).

Telecaster mit lackiertem Ahorn-Griffbrett (maple neck)

Lackierte Maple-Fretboards müssen also nie geölt werden! Zum Reinigen nimmt man am besten ein sauberes und trockenes Mikrofasertuch. Sollte der Schmutz sich doch schwer entfernen lassen, kann man das Tuch mit ganz wenig Politur für Lackoberflächen befeuchten (z.B. Gibson Pump Polish oder Dunlop Formula 65 Polish, also kein Lemon Oil!). Nach dem Wischen sofort mit einem weiteren Tuch das Griffbrett gut trocknen.

Mein Rat für euch wird wahrscheinlich einige überraschen: macht eure lackierten Griffbretter nicht allzu oft sauber! Egal, was man für ein Putztuch und ggf. eine Politur verwendet und wie vorsichtig man damit umgeht, sammeln sich trotzdem Schmutz- und Staubpartikel darin, und diese können feine Kratzer im Lack verursachen. Wenn man mit dem Reiben übertreibt, geht man das Risiko ein, irgendwann das Griffbrett zu zerkratzen.